Sport
17.11.2017

110.061.012 Dollar Preisgeld: Moneymaker Federer

Noch kein anderer Sportler hat so viel Preisgeld gewonnen.

Roger Federer ist einer der erfolgreichsten Sportler der Welt. Das ist seit dieser Woche mit einer enormen Zahl belegt: 110.235.682 Dollar hat das Schweizer Tennis-Ass in seiner Karriere seit 1998 verdient. Das sind umgerechnet 93.363.000 Euro.

Federer hat beim ATP-Finale Tiger Woods überholt. Der Golfstar und 14-fache Major-Champion war bislang Weltrekordler auf dem Sektor Preisgeld, er kassierte auf den Golfplätzen 110.061.012 Dollar.

Dicht auf den Fersen ist als Dritter Federers Tennis-Rivale Novak Djokovic (109.805.403 Dollar). Erst im Oktober gelang es Federer, den Serben mit dem Titel in Basel zu überholen. Hätte Djokovic im Juli nicht vorzeitig die Saison abgebrochen, wäre wohl er mittlerweile auf dem sportübergreifenden Preisgeld-Thron.

Von diesen Dimensionen ist Dominic Thiem mit 8.686.497 Millionen Dollar (7.356.940 Euro) weit entfernt. Für seine 24 Jahre ist es aber eine nette Summe.

Federer kann seine Führung diese Woche weiter ausbauen: Holt er sich in London den Titel ungeschlagen, kommt er auf 112.211.682 Millionen.

Der Preisgeld-Weltrekordler hat aber auch den einen oder anderen Werbevertrag. Elf Millionen Dollar hat er allein dieses Jahr an Preisgeldern bekommen. Letztes Jahr war es weit weniger, dennoch schätzte ihn Forbes in der Reihung der bestverdienenden Sportler des Jahres 2016 auf Rang vier ein, mit einem Jahresverdienst von 57 Millionen Euro. Die Summen setzen sich aus Gehältern, Preisgeldern und Zusatzzahlungen zusammen. Die Höhe von Werbeeinnahmen, Antrittsgeldern oder Lizenzeinnahmen wurde dabei laut Forbes von Brancheninsidern geschätzt.

Nr. 7 ist die Nr. 1

Cristiano Ronaldo führt mit einem geschätzten Jahresverdienst von rund 83 Millionen Euro wie schon im Vorjahr das Ranking des Wirtschaftsmagazins an. Der Fußball-Superstar von Real Madrid verwies Basketball- Superstar LeBron James (rund 77 Millionen Euro) aus den USA auf den zweiten Platz. James war im Sommer 2016 durch seinen neuen Dreijahresvertrag bei den Cleveland Cavaliers zum Top-Verdiener der NBA aufgestiegen. Der bestverdienende Deutsche ist der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (32 Millionen Euro) auf Platz 14.

Insgesamt sind zwar Athleten aus 21 unterschiedlichen Nationen im Ranking vertreten, aufgrund der hohen Gehälter in NBA, NFL und MLB dominieren aber mit 63 Sportlern die Amerikaner.

Großes Gefälle

Noch größer ist das Gefälle zwischen den Geschlechtern. Die Forbes-Liste entwickelt sich zu einem reinen Männerklub: Die einzige Frau in den Top 100 ist Serena Williams ( Tennis, 24 Millionen Euro) auf Platz 51. Ihre ältere Schwester Venus (37) ist die Preisgeld-Königin in dieser Saison mit 5.468.741 Dollar (umgerechnet 4, 6 Millionen Euro).

Boxer-Börsen

Ein eigenes Kapitel sind die Boxer und Kampfsportler. Jeder Kampf hat eine sogenannte Börse, das aber im Grunde kein Preisgeld ist, sondern deren Aufteilung schon vor dem Kampf feststeht. So kassierte der Boxer Floyd Mayweather 2015 für seinen Kampf gegen Manny Pacquiao 240 Millionen Dollar. Für die Auseinandersetzung mit dem Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Conor McGregor sollen es noch mehr gewesen sein (allein über Pay-per-View wurde eine Milliarde Dollar eingenommen).

Conor McGregor möchte der bestbezahlte Sportler der Welt werden. Der Ire sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters: "Ich träume davon, die Milliarden-Dollar-Marke zu erreichen." Er habe nach seinem technischen K.o. in der zehnten Runde gegen Mayweather 140 Millionen Dollar (120,56 Millionen Euro) eingesteckt, behauptete er.