© KURIER/Franz Gruber

Special | Challenge
08/19/2015

Bebildertes Labyrinth am Bahnhof

Hohe Kundenzufriedenheit bei der Hinweisbeschilderung - trotz "kreativen Ausreißern".

Der neue Hauptbahnhof in Wien mag modern sein, keine Frage. Doch ebenso auffallend ist die verwinkelte, unübersichtliche Innenarchitektur. Oft fällt es schwer, den momentanen Standort sowie Ziel und den Weg dorthin im Betondschungel zu finden.

In solchen Situationen sollen Piktogramme helfen – und tun das im Normalfall auch. Problematisch ist nur, dass ein paar wenige der blau-weißen Schilder mehr Fragen als Antworten aufwerfen. So wurde bei einem neuen Piktogramm, das den Weg zum Andachtsraum weisen soll, viel Platz für Interpretation gelassen.

Zu sehen ist ein Mensch, der am Boden kniet. Religiöse Symbole durften nicht verwendet werden, da der Raum interkonfessionell ist.

Auch ein Schild, auf dem ein Regenschirm, ein Koffer und ein Fragezeichen abgebildet sind, gibt manchem Reisenden Rätsel auf. Zwar ist das „Fundbüro-Piktogramm“ schon länger im Einsatz, klar verständlich ist es deshalb aber nicht.

Hohe Kundenzufriedenheit

Die meisten Hinweise sind jedoch mühelos verständlich. Das ÖBB-interne Manual zur Anpassung von international verständlichen Hinweisschildern wurde sogar international ausgezeichnet. Die „kreativen Ausreißer“ bilden also eine Ausnahme.

Die Kundenzufriedenheit beträgt 73 Prozent, was für die aktuelle Bebilderung spricht. Wer zu den restlichen 27 Prozent gehört, kann „ Google indoor maps“ oder Mitarbeiter der ÖBB befragen. Bei Beschwerden wegen Unklarheiten seien die ÖBB zudem bereit, Adaptionen durchzuführen, so Pressesprecher Michael Braun.