Sachsen-Anhalt/ ARCHIV: Zwei Grundschueler stehen auf ihrem Schulweg in Halle an einer Hauptstrasse (Foto vom 03.09.07). Alle vier Tage ist 2011 ein Kind bei Verkehrsunfaellen auf deutschen Strassen ums Leben gekommen, insgesamt verunglueckten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 30.633 Kinder - nicht selten auf dem Weg zur Schule. Um die Gefahren zu minimieren, sollten Eltern mit ihren Kindern rechtzeitig den Schulweg ueben und ihnen die wichtigsten Verkehrsregeln beibringen. (zu dapd-Text) Foto: Jens Schlueter/dapd

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Schulstart
08/23/2013

Den Schulweg rechtzeitig einüben

Mehr als 500 Kinder sind im Vorjahr auf dem Schulweg verunfallt.

Im Osten Österreichs steht das neue Schuljahr vor der Türe, der Westen folgt eine Woche später. Im Vorjahr wurden bei 530 Unfällen 559 Schulkinder verletzt. ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger rät daher, "jetzt mit dem Üben des Schulwegs zu beginnen". Denn "zum Schulstart hin wird es hektisch", sagte sie im Gespräch mit der APA.

"Nicht jeder hat die Schule gleich um die Ecke, meist wird ein komplett anderer Weg nötig sein als der bisher bekannte in den Kindergarten", sagte Seidenberger. Das führt zu "neuen Herausforderungen für die jungen Verkehrsteilnehmer". Die Aufforderung "du musst aufpassen" alleine sei zu wenig. Der neue Weg soll gemeinsam abgegangen werden, idealerweise "häppchenweise", riet Seidenberger. Nicht nur das Endziel soll im Auge behalten, der Weg besser in Etappen gegliedert werden. Und anfangs sollten nicht zu viele Infos auf einmal gegeben werden. "Die Kinder sollten beobachtet und mit kurzen und klaren Vorsichtshinweisen bedacht werden", sagte die Expertin. Gefährlich am Schulweg sind Ablenkungen wie Handy oder Musikhören.

Andere Wahrnehmung

Insbesondere die "Augenhöhe" der Kinder soll berücksichtigt werden, damit diese Sichthindernisse wie Aus- und Einfahrten, Baustellen, geparkte Lkw etc. erkennen. Auch sollen nicht nur Probleme aufgezeigt, sondern Lösungsvorschläge angeboten werden, wie beispielsweise "stehen bleiben und genau schauen". "Man soll sich Zeit nehmen zum Abgehen, Wiederholungen durchführen", sagte Seidenberger. "Anfangs hat ein Erwachsener die Führung, diese soll nach und nach zum Kind übergehen." Wichtig ist "viel Lob für gut gemachtes nicht vergessen".

Auch ältere Kinder, die nach der Volksschule in eine neue Schule wechseln, sollten sich die Strecke und vor allem die dafür nötige Zeit vor Schulbeginn ansehen, riet Seidenberger. Geübt werden soll im Bedarfsfall auch die Öffibenutzung: Wo stelle ich mich hin, wenn die Haltestelle nahe am Straßenrand ist? Wie warte ich beim Einsteigen? Wird das Kind mit dem Auto zur Schule gebracht, ist es wichtig, dass "trotz kurzer Fahrzeit das Angurten im Kindersitz nicht vergessen wird", sagte Seidenberger.

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