Romy
26.02.2018

Gerti Drassl

Gerti Drassl hat heuer die Chance auf eine weitere ROMY-Statuette.

In die ORF-Serie "Vorstadtweiber" ist Gerti Drassl einst als biedere Hausfrau und Mutter Maria Schneider gestartet, inzwischen spielt sie lustvoll mit der eigenen Boshaftigkeit. Wie sie das tut, oft auf einen Blick oder eine Bewegung reduziert, ist eine Freude zu sehen und macht aus dieser TV-Rolle Schauspiel. Die ROMY-Jury würdigt die 39-Jährige dafür mit einer Nominierung.

Der künstlerische Weg führte die tanzbegeisterte Südtirolerin nach der Matura am Kunstlyzeum in Bozen ans Theater. Der zu früh verstorbene Karlheinz Hackl besetzte sie als Marie in Nestroys Posse "Heimliches Geld, heimliche Liebe" am Theater in der Josefstadt, das für sie als Ensemble-Mitglied (ab 2002) über Jahre ihre künstlerische Heimat war. Daneben spielte Drassl immer wieder Sommertheater, an Landesbühnen sowie in der freien Wiener Theaterszene und gastierte auch in ihrer Heimat am Stadtheater Bozen.

In Fernsehen und im Kino ist sie ebenso zuhause, ihr Spektrum dabei sehr breit: Ihre Filmbiografie beginnt mit Michael Hanekes "Die Klavierspielerin". Sie war in den Fernsehproduktionen wie "Vermisst – Alexandra Walch" oder dem mit ROMY und Emmy Award ausgezeichneten Fernsehfilm "Das Wunder von Kärnten" ebenso zu sehen wie in der Beststeller-Verfilmung "Der Medicus". Zuletzt drehte sie "Der Trafikant" (Regie: Nikolaus Leytner) und Rupert Hennings "Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein" sowie "Angelo" (Markus Schleinzer).

Die am Wiener Max Reinhardt Seminar ausgebildete, gebürtige Südtirolerin hat in den vergangenen Jahren eine rasante Karriere hingelegt und wurde dafür bereits mit einer Reihe von Auszeichnungen und Nominierungen im In- und Ausland bedacht. Das Spektrum reicht von der von ROMY-Erfinder Rudolf John organisierten Undine und der KURIER ROMY über den Nestroy bis hin zur Schauspielerin des Jahres von der ORF-Hörspiel-Jury, dem Deutschen Schauspielerpreis auf der Berlinale sowie, zuletzt, den Deutschen Schauspielpreis.