Romy 26.02.2018

Thomas Stipsits

Thomas Stipsits (Kabarettgipfel) © Bild: RAINER ECKHARTER

Die ROMY-Nominierung ist Thomas Stipsits ein Grinsen wert.

Das Kabarett ist seine Homebase: Thomas Stipsits, inzwischen auch als Schauspieler höchst erfolgreich und gern gesehen, ist authentisch, wenn er als everybody’s charming Boy des Kabaretts skurrile Geschichten erzählt und mit Musikparodien würzt. Anfangs als "hinterfotziges Kleinkunstwunder" gefeiert, ist er mittlerweile als One-Man-Comedy-Show („Stinatzer Delikatessen“) mit vielen Rollen wie auch im Duo mit Manfred Rubey in „Gott & Söhne" eine Spaßgarantie. Wie das auch beim vom ORF gesendeten Kabarett-Gipfel aus der Wiener Stadthalle der Fall war. Denn der Steirerboy is very good.

Der gebürtige Leobener schrieb bereits in der Schulzeit, 1999 ging es mit dem ersten Programm, "nachgedacht", auf die Bühne. Der 34-Jährige wurde sehr schnell bekannt, bereits im Jahr 2000 erhielt die erste Auszeichnung, den Kärntner Kleinkunstpreis. Nach einer Zusammenarbeit mit Georg Danzer, Martin Kosch und Alexander Kropsch feierte sein erstes Soloprogramm "tiefkalt" im Dezember 2001 Premier. 2004 folgte "ERBARMUNSLOS". Die ORF-Impro-Show "Die Frischlinge", wo er zweimal die Publikumswertung gewann, beförderte weitere seine breite Bekanntheit. In der Kabarettszene war er da längst angekommen. Davon zeugen der Golden Kleinkunstnagel (2003) und der Österreichische Kabarettförderpreis. Denen folgte später u. a. auch noch der Österreichische Kabarettpreis, den Stipsits 2012 gemeinsam mit Manuel Rubey für ihr Programm "Triest" erhielt.

Nicht erst seit er mit Schauspiel-Star und ROMY-Moderatorin Katharina Straßer verheiratet ist, ist Stipsits auch vor der Kamera aktiv. Um nur die akutellen Rollen zu erwähnen: Als männliches "Vorstadtweib" ist er immer montags im ORF präsent, im "Tatort" gehört er als nervender Manfred "Fredo" Schimpf zum Stammpersonal und in Harald Sicheritz' Kinofilm "Baumschlager" (2017) spielte er die Titelrolle.

2017 erschien überdies "Das Glück hat einen Vogel" ( Ueberreuter) mit 26 humorvollen wie g'scheiten Geschichten zum Thema Glück.

Trotz all der Erfolge scheut Stipsits sich nicht, öffentlich Stellung zu gesellschaftspolitischen Fragen zu nehmen: 2015, am Höhepunkt der Flüchtlingskrise wegen des Syrienkrieges, dreht er ein Video über Vorurteile gegenüber Asylsuchenden, das große Resonanz hatte und es schließlich als Benefizsingle sogar in die österreichischen Charts schaffte.

( kurier.at ) Erstellt am 26.02.2018