Neue "Schnell ermittelt"-Staffel mit viel Konfliktstoff

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Foto: ORF/MR Film/Petro Domenigg Katharina Straßer und Ursula Strauss haben ein gemeinsames Problem: Schnells Sohn<br />
 

Ursula Strauss und Katharina Straßer, beide heuer für die ROMY nominiert, bekommen ein Problem.

Alice Leutgeb wird am Hochzeitstag in ihrem Brautkleid auf einer Bank am Waldrand gefunden. Die Ermittlungen führen die Chefinspektoren Angelika Schnell (Ursula Strauss) und Harald Frantischek (Wolf Bachofner) sehr rasch zu einer obskuren Wohngemeinschaft von älteren Aussteigern.

Zunächst ganz klassisch beginnt am Montag (20.15, ORFeins) zehn Jahre nach der ersten Folge die neue fünfte Staffel von "Schnell ermittelt". Doch dann drängt sich nach und nach ein anderer Fall in die Handlung: Schnells Sohn Jan (Simon Morzé), zwischenzeitlich von zu Hause ausgezogen, ist in einen Rauschgiftfall verstrickt. Der Fall landet just bei Maja Landauer (Katharina Straßer), die sich für die Karriere entschieden hat, aus dem Team ausgeschieden und Bezirksinspektorin geworden ist.

Konflikte

Die Saat ist damit gesät. "Angelika Schnell wird in dieser Staffel extrem gefordert, weil es sehr ins Private hineingeht. Sie gerät in einen permanenten Gewissenskonflikt und beginnt, alle Figuren um sie herum in eine Sache zu verwickeln, der sie nicht mehr Herr wird", sagt Ursula Strauss dem KURIER. "Die fünfte Staffel ist für mich die emotional intensivste, die ich bisher gespielt habe."

In die Quere kommt sich Schnell naturgemäß mit Maja. Katharina Straßer: "Da ist viel Streit- und Konfliktpotenzial. Das wird sehr intensiv und geht tief. Und das macht als Schauspieler natürlich Spaß, weil es sehr viel zu spielen gibt. Maja ist erwachsen geworden und hat einiges bei Schnell gelernt, was sie jetzt umsetzt."

orf_kurier_20170313104204.jpg Foto: ORF/MR Film/Petro Domenigg Gefordert wird aber auch Andreas Lust als Gerichtsmediziner Stefan Schnell. Die Beziehung zur Ex richtet sich neu aus. "Die gemeinsame Verantwortung für den Sohn und das gemeinsame Gefühl des Versagens schweißt zusammen", erläutert Lust. "Ich meine, dass eine größere Liebe zum Tragen kommt."

Experimente

Was wann wie genau bei der neuen fünften "Schnell ermittelt"-Staffel passieren wird, wurde den Journalisten gegenüber zunächst nicht aufgedeckt – so erging es zuvor auch den Schauspielern. "Wir wussten bis zur Hälfte des Drehs nicht, was kommt, weil man die Drehbücher absichtlich zurückgehalten hat. Wir haben uns aber darauf eingelassen. Denn man geht ganz einfach anders an die Sache heran, offener, neutraler, wenn man nicht weiß, wie es weitergeht. Und das hat funktioniert", erzählt Wolf Bachofner.

Auch die Drehbuchautoren und die zuständige ORF-Redakteurin ließen sich auf ein Experiment ein. "Die haben sich einige Tage lang einkaserniert und die Geschichten und Figuren gemeinsam weiterentwickelt. Das ist für Österreich ein ganz ungewöhnlicher Vorgang und man merkt das den Büchern auch an, wie ich finde", erläutert Bachofner.

Die letzte Folge hatte dann keiner der Mimen vor der ersten Leseprobe zur Vorbereitung bekommen. Es gab daraufhin Emotion pur. Strauss: "Ich war gleichermaßen angefressen, wütend, sprach- und fassungslos und mich in einem Konflikt findend, bei dem es dann spannend wird … für mich als Frau, als die, die diesen Beruf ausübt, für die Familie, deren Teil Schnell ist. Das,was nach der fünften Staffel übrig bleibt, weiterzudenken, wäre echt geil. Ich hoffe, dass es weitergeht."

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(kurier) Erstellt am
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