© Pamela Rußmann

Romy
02/10/2015

Doris Schretzmayer

In der Bestseller-Verfilmung "Gruber geht" sorgt Doris Schretzmayer für viel Gefühl und viel Familie.

Als Kathi, Schwester von Titelheld Johannes Gruber, hat es Doris Schretzmayer nicht leicht: Temperamentvoll kämpft sie um die Beziehung zu ihrem Bruder, der seine Krebskrankheit zwar auf Facebook postet, seiner eigenen Familie aber nichts davon erzählen möchte. Während der ebenfalls für die ROMY nominierte Manuel Rubey als Gruber bei dem Wort Familie bereits Ausschläge bekommt, hält Schretzmayer als Ehefrau und engagierte Mutter mit ihrem anstrengenden Familienalltag dagegen. Und überzeugt dabei mit ihrem lebendigen Spiel in der Rolle einer Frau, die sich ihren Pflichten stellt, dabei aber trotzdem cool bleibt. "Gruber geht" ist Schretzmayers bereits zweite Arbeit mit Regisseurin Marie Kreutzer, die sie beim Film "Die Vaterlosen" 2010 kennengelernt hat.

Dazwischen lagen eine Menge Drehs fürs Fernsehen. Bestens in Erinnerung ist die gebürtige Tullnerin von David Schalkos ausgezeichneter Kultserie "Braunschlag", in der sie eine schräge Tantra-Therapeutin spielte. Zu sehen war sie in den "CopStories", in "Die Toten vom Bodensee" und "Um Himmels Willen" sowie in Murnbergers Romantik-Komödie "Lost & Found". Mit der Theaterformation Bernhard Ensemble erarbeitete Schretzmayer 2013/14 eine Fusion aus den "Geschichten aus dem Wiener Wald" mit "Pulp Fiction", "wiener.wald.fiction". Dass die Mutter eines Sohnes da auch noch Zeit für die ORF-"Dancing Stars" und fürs Schreiben fand, grenzt an ein Wunder.

Am Anfang ihrer Karriere standen Radio und ein Werbeauftritt: Als Jennifer warb sie für Felix-Ketchup. Der Spot war so beliebt, dass er mehrere Jahre lang lief. Dazu kam später die Moderation von ORF-Jugendsendungen und, 1994, jene der ROMY-Gala. 1996 entschied sie sich endgültig für die Schauspielerei und gab ihr Kino-Debüt in Stefan Ruzowitzkys "Tempo". Im Jahr darauf erhielt sie bereits ihre erste TV-Hauptrolle in der Serie "Die Neue – Eine Frau mit Kaliber".

Anfang 2015 war Schretzmayer bei der Verfilmung von arte und 3sat von Ibsens "Baumeister Solness" engagiert. Der Film soll Ende 2015 ausgestrahlt werden.