Daniel Brühl

© Stefan Klüter

Daniel Brühl
03/05/2014

Daniel Brühl

Daniel Brühl schrammte mit seiner Darstellung von Niki Lauda knapp am Golden Globe vorbei. Nun ist er für eine KURIER ROMY nominiert.

Spätestens, seitdem er in "Inglourious Basterds" mitgespielt hat, ist Daniel César Martín Brühl González Domingo auch international ein Star. Besser bekannt ist der deutsche Schauspieler als Daniel Brühl. Er verkörperte in Quentin Tarantinos Nazijäger-Streifen von 2009, der Christoph Waltz seinen ersten Oscar bescherte, den deutschen Kriegshelden Fredrick Zoller. Dieses Jahr schien Brühl selbst bereits auf Oscar-Kurs zu sein, wurde er doch bei den Golden Globes, dem wichtigsten Oscar-Vorboten, für einen der begehrten Preise nominiert. Seltsamerweise als Nebendarsteller, was nur durch die undurchdringbaren Strategien bei den Oscar-Kampagnen erklärbar ist. Denn Brühl verkörperte in Ron Howards Rennfahrerfilm "Rush" kongenial Niki Lauda - in einem Film, der sich voll auf das legendäre Formel-1-Duell zwischen Lauda und James Hunt von 1976 konzentriert. Brühl ließ sich von einer Sprechtrainerin das österreichische Idiom Laudas beibringen - und das Ergebnis beeindruckte das Kinopublikum nicht nur in Österreich. Weshalb ihn die KURIER ROMY-Jury heuer für die Wahl zum beliebtesten Schauspieler nominiert hat. Bis zu den Academy Awards hat es schließlich nicht ganz gereicht, aber Brühl machte 2013 zusätzlich durch seinen Auftritt in "Inside Wikileaks" an der Seite von Benedict Cumberbatch auf sich aufmerksam. Im deutschen Sprachraum zählt Brühl schon seit Längerem zu den gefragtesten Charakterdarstellern der jüngeren Generation. Neben Deutsch spricht er fließend Spanisch, Englisch, Französisch und Katalanisch.

Durchbruch mit DDR-Tragikomödie

Brühl, 1978 in Barcelona geboren, ist der Sohn des deutschen TV-Regisseurs Hanno Brühl und einer spanischen Lehrerin. Bereits im zarten Alter von acht Jahren machte er im Rahmen eines Vorlesewettbewerbs auf sich aufmerksam. 2001 übernahm Daniel Brühl die Hauptrolle in der Tragikomödie "Good Bye, Lenin!", mit der sein Durchbruch als Schauspieler besiegelt war. Der Ostalgie-Streifen kam jedoch erst 2003 ins Kino. Zuvor sollte noch das Jahr 2002 Brühls Karriere entscheidend prägen. Seine schauspielerische Leistung in "Das weiße Rauschen" wie auch in "Vaya con Dios" wurde mit zahlreichen Kritikerpreisen, unter anderem dem Deutschen und dem Bayerischen Filmpreis, dem New Faces Award sowie dem Preis der Deutschen Filmkritik geehrt. Das Schizophreniedrama "Das weiße Rauschen" war Hans Weingartners Regie-Debüt. Zwei Jahre später stand Brühl erneut für Weingartner vor der Kamera und zwar in der rebellischen Tragikomödie "Die fetten Jahre sind vorbei". Im selben Jahr drehte Daniel Brühl an der Seite von August Diehl das Drama "Was nützt die Liebe in Gedanken", das mit der Steglitzer Schülertragödie von 1927 auf einer wahren Begebenheit basiert. In seinem Geburtsland Spanien wurde er 2006 durch die Hauptrolle in dem Polit-Drama "Salvador - Kampf um die Freiheit" bekannt. Als spanischer Anarchist Salvador Puig Antich kämpft er darin gegen das Franco-Regime. Weiters war er an der Seite von Jürgen Vogel in "Ein Freund von mir" zu sehen. 2007 folgte der Auftritt in "Das Bourne Ultimatum" mit Matt Damon. Über sich selbst sagt Daniel Brühl, dass ihm der Erfolg eigentlich zu schnell gekommen ist. Nachhaltig ist er aber auf jeden Fall: Dieses Jahr ist Brühl u.a. in der Kehlmann-Verfilmung "Ich und Kaminski" im Kino zu sehen, sowie in Anton Corbijns "A Most Wanted Man", einem der letzten Filme des verstorbenen Philip Seymour Hoffman.
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