Hallstatt, so schön, dass die Chinesen neidisch sind.

© www.rihafilm.com

Luftbilder
05/14/2016

Wie gut kennen Sie Österreich?

Bilder unserer Heimat, wie man sie noch nicht gesehen hat. Heute in der freizeit, demnächst im TV.

von Eva Gogala

Von oben sieht die Welt ganz anders aus. Gebäude, Orte, Gegenden, die einem vertraut sind, sind aus der Luft plötzlich kaum wiederzuerkennen. Der Filmer und Fotograf Georg Riha war gut 1.000 Stunden im Helikopter unterwegs und schuf erstaunliche, überraschende, beeindruckende Bilder von dort, wo Österreich besonders interessant ist. Hätten Sie alle Orte erkannt?

1.000 Einwohner und trotzdem so weltberühmt, dass der Ort (im Bild oben) in der chinesischen Provinz Guangdong nachgebaut wurde. Wer selbst hoch hinaus möchte, erklimmt die Aussichtsplattform „Welterbeblick“, auf der man in 360 Meter Höhe über Hallstatt schwebt. Die ist sogar barrierefrei erreichbar. Anstrengender ist der Aufstieg zur Dachsteinkapelle, gleich bei der Simonyhütte in 2.206 Meter ist es das höchstgelegene Gotteshaus der nördlichen Kalkalpen.


Sie hockt seit mehr als 900 Jahren auf einem Felsen, und die Salzach mäandert vorbei. Die Burg Hohenwerfen, die etwa zur gleichen Zeit wie die Festung Hohensalzburg entstanden ist, ist eines des besterhaltenen Bauwerke aus dem Spätmittelalter. Im Glockenturm hängt das fast 4,5 Tonnen schwere „Burgahnl“, das an hohen Feiertagen geläutet wird. Den Überblick bewahren die Falken, die täglich bei den Vorführungen des Falknerei-Museums ihre Beute jagen.

Ein Mahnmal der Naturgewalten: Vor mehr als 200 Jahren holzten die Menschen Wald für Weideland ab. Was sie bekamen, war eine verheerende Serie von Muren. Der kleine Bach Schesa schwoll an und riss riesige Gerölllawinen mit sich. Immer wieder, 100 Jahre lang. Erst als die Wildbäche verbaut wurden, hatten die von Menschenhand ausgelösten Katastrophen ein Ende. Im Ort Bürs mussten Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg einen 1.300 Meter langen Damm, den „Russendamm“, bauen. Auf dem ehemaligen Schuttkegel, zu dem sich die Muren aufgebaut hatten, wurden Wohnhäuser errichtet. Die enorme Erosionsfläche ist aber immer noch weithin sichtbar.

Die große Vielfalt der Formen: unzählige Figuren, Statuen, geometrische Muster. Er ist das Wiener Wahrzeichen. Die Kinder lernen in der Schule, dass sein Südturm 136,7 Meter hoch ist und die Türmerstube über 343 Stufen erklommen werden kann. Dass die Pummerin bei Tod und Wahl eines Papstes ganze zehn, zu Neujahr aber nur fünf Minuten lang läutet, wissen die Wenigsten. Und so wie auf diesem Bild hat ihn auch noch kaum jemand gesehen.

Untschenspitze

Das Bergmassiv des Widderstein bildet den südlichen Rahmen für das Kleinwalsertal in Vorarlberg und ist ein Teil der Allgäuer Alpen. Die Untschenspitze liegt in 2.153 Meter Höhe. Vom Hochtannbergpass geht es über Wiesen zur Widdersteinhütte und über einen felsigen Steig und eine Rinne mit Steinschlaggefahr bis zum Gifpel.

Großvenediger

Halt, ein Spalt. Dem Dreitausender zwischen Osttirol und Salzburg kann man sich von beiden Seiten annähern. Es braucht keine allzu großen bergsteigerischen Kenntnisse, doch die Spalten des stark vergletscherten Geländes sind tückisch und verlangen gute Ortskenntnis. Für den Venedigerblick von unten reicht auch ein Spaziergang vom Tauernhaus beim Felbertauern ins Innergschlöss, dem idyllischen Talschluss mit seinen vielen Almen.

Seeleitensee

Ein Fluss, der zwischen grünen Wiesen mäandert? Weit gefehlt. Der Neusiedlersee bei Sonnenaufgang? Schon besser, aber auch nicht richtig. Es ist der Seeleitensee im Innviertel in Oberösterreich. Der zehn Hektar große Moorsee ist von einem breiten Schilfgürtel umgeben, dort gedeihen die gelben Teichrosen und vielfältige Binsengewächse.

Das Making-of

Manchmal dauerte es nur eine Viertelstunde, bis alles im Kasten war, manchmal klappte es erst beim vierten Mal. Jedenfalls waren rund 1.000 Hubschrauberstunden notwendig. Insgesamt 1.000 Motive erkundete Filmer und Fotograf Georg Riha. Was er festhielt: „Unberührte Natur und auch das, was die Menschen geprägt haben. Archaische Gipfel, aber auch geordnete Flüsse und Äcker. Er suchte den Überblick, oder wie er erzählt, „die höhere Sicht der Dinge“. Schönheit war nicht unbedingt ein Auswahlkriterium. „Das Kraftwerk Dürnrohr zum Beispiel ist nicht schön. Aber jede Gegend hat etwas, das reizvoll ist.“ Wie Mosaiksteine hat Riha die Aufnahmen gesammelt. Daraus entstanden nicht nur Fotos, sondern Miniaturen, jeweils nicht länger als 100 Sekunden, mit eigens komponierter Musik unterlegt und Texten von Felicitas Freise, gesprochen von Peter Simonischek. Sie sind zu Pfingsten erstmals in vier Teilen im TV zu sehen.

TERMINE
ORF III, "Über Österreich"
16. Mai: 20.15 Der Osten, 21.05 Der Westen
23. Mai: 20.15 Der Süden, 21.05 Der Norden

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