Reise | Wandern
15.05.2017

Über Stock und Stein mit Steinböck

Kabarettist Herbert Steinböck liebt Wanderungen und Hüttenerlebnis im südlichen Niederösterreich.

"Obwohl ich Steinböck heiße, muss ich nicht von Fels zu Fels springen, für eine perfekte Wanderung muss es also für mich nicht unbedingt hochalpin sein", sagt der geborene Wiener schmunzelnd während er seine Wanderstöcke auspackt.

Was Herbert Steinböck am Wandern im Wechselgebiet schätzt, ist die abwechslungsreiche Landschaft: "Man beginnt sanft, wandert dann über Almen und im dichten Wald", erklärt er. Wenn man sich entscheidet bis zum Hochwechsel zu gehen, öffnet sich die Landschaft und bietet bei schönem Wetter eine atemberaubende Aussicht auf das südsteirische Gebirge. "Am Hochwechsel gibt es außerdem einen wunderbaren Most, das spricht mich als Most-Fan natürlich besonders an." Der beste Start für die Wanderung ist die Steyersberger Schwaig mit einer guten Parkmöglichkeit. In ungefähr 45 Gehminuten ist man bei der Kranichberger Schwaig und kann von dort aus entweder weiter zum Hochwechsel wandern oder auch die Schwaigenrundwanderung zur Feistritzer und wieder zurück zur Steyersberger Schwaig gehen.

Almkulinarik

Hier ist Steinböck regelmäßig anzutreffen. Dass es dort am Wochenende ein großartiges Backhenderl gibt, hat sich schon längst rumgesprochen und der Topfenstrudel sei laut Steinböck sowieso "ein Traum. Außerdem machen die Leopolds, die Besitzer, ihren Zirbenschnaps selber und das schmeckt man natürlich." So gut, dass der Vorrat schon aufgebraucht ist und erst im Juli wieder Schnaps-Nachschub kommt.

Im Sommer, wenn die Kühe auf den Schwaigen grasen, dann blüht die Gegend auf und alle Hütten sind geöffnet. "Im Winter ist die Landschaft komplett verändert und Langlauf-Fans ersetzen hier die Wanderer", erzählt Steinböck. "Wandern hat für mich etwas Kontemplatives, man lässt die Natur auf sich wirken und kommt auf andere Gedanken", meint der Kabarettist. Andererseits habe Wandern etwas Verbindendes, denn mit Freunden und Familie wandert er immer wieder gerne im Wechselgebiet. Dabei sei er aber keineswegs ein Schönwetter-Tourist. Das betrifft auch seinen Zweitwohnsitz in Kirchberg am Wechsel, wo er zwei Drittel des Jahres verbringt. "Ich verliebe mich immer wieder neu in diese Gegend."

Wechsel ist das neue Paradies für Kinder

Der Wechsel hat sich in Niederösterreich zur großen Erlebniswelt für die Kleinsten gemausert. Wandern ist nicht nur etwas für Erwachsene. Spielerisch sollen Naturerlebnis und Bewegung im Freien dem Nachwuchs schmackhaft gemacht werden. Das ist das Ziel der im vergangenen Jahr eröffneten Familienarena in St. Corona am Wechsel. Im Winter ein Kinderskiland, entpuppt sich die Arena auch im Sommer zum Eldorado für Familien.

Bereits für Kinder ab zwei Jahren ist der Motorikpark geeignet – eine Art Klettergarten und Freiluft-Fitnessparcours mit 25 Stationen auf einer Almwiese und im angrenzenden Wald. Direkt daneben können Kinder im Mini-Bikepark die ersten Erfahrungen mit Rädern im Gelände machen. Ein überdachter Teppichlift bringt die Mini-Offroader nach oben, bergab geht es über verschieden schwere Kindertrails. Wer nicht genügend Platz im Auto hat, um das eigene Rad mitzunehmen, für den steht eine große Auswahl an Testbikes bereit. „Ziel beider Attraktionen ist es die motorischen Fähigkeiten der Kinder zu fördern“, erklären die verantwortlichen Touristiker.

Wer es weniger sportlich, aber dafür umso spektakulärer möchte, ist beim „ Corona Coaster“ – der neuen Sommerrodelbahn der Familienarena – bestens aufgehoben. Kinder ab acht Jahren dürfen den Coaster alleine benutzen, wer jünger ist nur mit einer Begleitperson. Die Bergstation der Rodelbahn ist gleichzeitig auch Ausgangspunkt des Ameisenpfades. Auf 2,5 Kilometern veranschaulicht der Erlebnisweg „Auf den Spuren der Königin des Waldes“ in 15 Stationen das Leben der Ameise im Wald. Welche Aufgaben hat sie, wer sind ihre Nachbarn und wie baut und pflegt sie ihr Königreich?

Nur ein paar Kilometer von St. Corona entfernt wartet auf der Mönichkirchner Schwaig die nächste Attraktion für Kinder und Jugendliche. Nach einer Bergfahrt mit dem 4er-Sessellift oder einer Wanderung kann die Familienabfahrt im Sommer auf speziellen Rollern mit Ballonreifen oder Mountaincarts bezwungen werden.