Reise
11.12.2017

Paradies mit Pools, Palmen und weißem Pulversand

Im November eröffnete der Robinson Club in Khao Lak, eine luxuriöse Anlage mit Traumstrand und 100 Pools. Hier gibt es Sport, Spaß und Entspannung. Und auch Bangkok ist einen Besuch wert.

Er ist blütenweiß, hat grüne Augen und wohnt auf einem Kopfpolster. Der Elefant Thailands größtes Landtier – ist hier einmal ganz klein: Aus einem Handtuch gefaltet, mit Blütenblättern als Augen, sitzt der Miniatur-Elefant auf dem Doppelbett, um die Gäste im neuen Robinson Club Khao Lak zu begrüßen. Es handelt sich um die erste Anlage der Tui-Tochter Robinson in Thailand – geöffnet ist der Club seit November.

"Zeit für Gefühle", lautet der offizielle Slogan der Robinson-Clubs. Und wer hier in Khao Lak ein paar schöne Tage – oder im Idealfall Wochen – verbringt, der sollte Zeit für noch viel mehr mitbringen: für Sport, Spaß und ausgezeichnete Speisen etwa.

Von Yoga bis Thai-Boxen

Stichwort Sport also – da ist jedenfalls so einiges im Angebot: Mit 280.000 Quadratmetern ist der Club immerhin die größte aller Robinson-Anlagen. Allein ein Spaziergang über das weitläufige Gelände zählt eigentlich schon als sanftes Work-out (zumal dieser oft länger dauert als geplant, da man sich auf den verschlungenen Wegen leicht verirrt). Wem das nicht reicht: Das Angebot umfasst etwa Yoga, Pilates, Basketball, Tennis, Golf, Badminton, Bogenschießen, Fußball, Wasserball, Tischtennis, Spinning und – immerhin ist man ja im Thailand – Thai-Boxen.

Selbstverständlich gibt es auch Fitnessräume mit Kraft- und Ausdauergeräten. Und am Strand kann man sich im Stand-up-Paddling oder Kajakfahren versuchen.

Apropos Strand – denn ja, immerhin ist man ja in Thailand: Der spielt traumreisemäßig so ziemlich alle Stücke.

Ein flacher, weißer Sandstrand, türkises Wasser, wehende Palmen. Jet Skis sind nicht erlaubt, und auch Surf- und Segelboote sind wegen des fehlenden Windes nicht unterwegs – man kann man hier also völlig ungestört schwimmen.

Zudem verfügt der Club über sage und schreibe 100 Pools – die privaten Pools freilich mitgezählt.

Insgesamt gibt es 320 Zimmer bzw. Villen in 14 Kategorien – die größte Villa ist drei Stockwerke hoch und 350 Quadratmeter groß. Unter anderem gibt es seichte Pools für kleine Kinder, Pools mit Rutschen für Familien sowie ruhigere Relax-Pools nur für Gäste ab 16 Jahren.

Frühwarnsystem

Freilich, beim Thema Badeurlaub in Thailand kommt das Gespräch unweigerlich auch auf den Tsunami, der 2004 die Region um Khao Lak verwüstete. "Dank eines Frühwarnsystems kann man heute ziemlich genau sagen, wann es zu einer gefährlichen Situation kommen kann", erklärt Club-Direktor Andi Küng. Sollte sich also jemand sorgen: Bei drohender Gefahr könne man das Hotel rasch evakuieren, das Personal werde regelmäßig darauf geschult.

Doch zurück zu den schönen Seiten des Urlauberdaseins. Dazu gehört im Robinson Club auf jeden Fall das Essen, das von ausgezeichneter Qualität ist. Schade nur, dass zwar Schnitzel und Kaiserschmarrn im Angebot sind, aber nicht allzu viele Thai-Gerichte – obwohl man ja immerhin in Thailand ist.

Wer dem Club-Alltag kurz entkommen möchte, kann etwa einen Halbtagesausflug zu Elefanten buchen.

Obwohl sie in Thailand einen hohen Stellenwert haben, wurden sie früher vorwiegend als Nutztiere gehalten, um schwere Baumstämme zu transportierten. Das Verbot der kommerziellen Abholzung 1989 machte viele Elefanten arbeitslos. Heute erfreuen sich die Touristen an ihnen. Im Elefant Seaside Retreat Khao Lak trifft man vier Elefantenkühe, die man mit Bananen füttern kann. Reiten darf man hier aus Tierschutzgründen nicht auf den imposanten Geschöpfen – dafür aber mit ihnen schwimmen. Die Elefanten lassen sich von den Badegästen geduldig abschrubben. Beeindruckend ist die dicke und leicht borstige, aber dennoch weiche Haut der Tiere.

Und noch zum Stichwort Spaß – abends sind die Motto-Partys im Robinson Club sehr beliebt, bei denen alle Gäste zum Beispiel blau oder weiß gekleidet sind (Wagemutige könnten etwa als weißer Handtuch-Elefant gehen). Und natürlich kann man zum offiziellen Club-Song "Zeit für Gefühle" tanzen.

Eine Nacht in Bangkok

Freilich, irgendwann ist auch die Zeit für die Heimreise gekommen. Nach dem etwas mehr als einstündigen Flug von Phuket nach Bangkok bietet sich aber noch ein Zwischenstopp zum Besichtigen der Hauptstadt an. Bangkok, eine Metropole mit mehr als 14 Millionen Einwohnern, ist voller beeindruckender Gegensätze: von ärmlichen Holzhütten bis zu glitzernden Wolkenkratzern.

Und von kleinen Straßenhändlern bis hin zu Mega-Shopping-Tempeln wie dem Siam Center, neben dem die Shopping City Süd zwergenhaft erscheint.

Stundenlang kann man sich im Straßengewirr verlieren, inmitten von Tausenden Mopeds, Autos und Tuk-Tuks. Kaum weniger Verkehr herrscht zu Wasser am Chao Phraya Fluss: Vom Boot aus sieht man alte Paläste neben modernen Hochhäusern und schlichte Holzhütten neben prächtigen Tempeln.

Wer dem bodennahen Chaos entfliehen möchte: Keinesfalls versäumen sollte man den nächtlichen Ausblick aus der schicken Moon Bar im 61. Stock des Banyan Tree Hotels.

Wolkenkratzer und Lichter, so weit das Auge reicht – der Ausblick ist fast unwirklich schön.

Wer sich nach dem Club-Urlaub noch durch die landestypische Küche kosten möchte, ist in Bangkok richtig. Und zwar an jeder Straßenecke. Die Händler bieten alles – von Obst über kleine Fleisch-Spießchen bis zu köstlichen Curry-Gerichten. Wer Gehobeneres bevorzugt, dem seien die mehrgängigen Menüs im Siam Kempinski Hotel ans Herz gelegt. Das Konzept stammt vom dänischen Starkoch Henrik Yde-Andersen, der schon für ein vom Michelin-Guide ausgezeichnetes Thai-Restaurant in Kopenhagen verantwortlich zeichnet.

Nach seiner Methode werden nun auch in Bangkok traditionelle Thai-Gerichte neu interpretiert: Statt einem heißen Curry-Gericht gibt es hier etwa Lobster-Salat mit gefrorenem (!) roten Curry.

Fazit: Eine Nacht in Bangkok ist zu wenig – aber es reicht zumindest für einen ersten Eindruck. Am Flughafen kann man noch einen der unzähligen Kühlschrank-Magneten in Elefanten-Form erstehen. Und sich auf den nächsten Besuch freuen.

Anreise Austrian Airlines fliegen täglich von Wien nach Bangkok (www.aua.com), Thai Airways verbindet Wien viermal die Woche mit Bangkok. thaiairways.com

Reisezeit Die beste Reisezeit ist in den kühleren Monaten November bis Februar. Natürlich ist dies auch die Hauptsaison, in der es durchaus zu Gedränge kommen kann. Von März bis Juni ist es mitunter sehr heiß, von Juni und Oktober gibt es immer wieder starke Niederschläge.

Sicherheit Thailand gilt als sicheres Land. In allen touristischen Regionen gibt es ein gut funktionierendes Netz an Gesundheits- und polizeilichen Notdiensten. Auch alleinreisende Frauen werden im Normalfall nicht belästigt. Vorsicht: Drogenbesitz oder -handel kann bis zu 15 Jahre Gefängnis oder gar die Todesstrafe nach sich ziehen.

Währung Landeswährung ist der Baht, 1 Euro = 38,6 Baht.

Ausflüge Z. B. ein Halbtagesausflug zum Elefant Seaside Retreat Khao Lak. Tui unterstützt Projekte, die sich für die artgerechte Haltung der Elefanten einsetzen – in diesem Retreat gibt es daher kein Elefantenreiten oder dergleichen. Ebenso gibt es Ganztagesausflüge in den Khao Sok Nationalpark.

Angebot Tui bietet 2018 Kombi-Angebote mit Aua-Flügen und Unterkunft im Robinson Khao Lak, 5*: Eine Woche im DZ mit VP z. B. am 24.1. ab 1812 € /P. Eine Woche in der Deluxe Poolvilla mit VP am 24.1. ab 5352 € /P. Eine Woche im Poolbungalow mit VP am 24.1. gibt es ab 2210 €/P.

Info und Buchung in jedem guten Reisebüro und auf www.tui.at

Auskunft Thailändisches Fremdenverkehrsamt: ☎ 01/ 585 36 31 39, www.tourismusthailand.at