Hinter den Kulissen der Gastgeber verstecken sich oft finanzielle Probleme

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Reise
11/26/2019

Skurriles Diebesgut: Was am häufigsten aus Hotels geklaut wird

Handtücher einzupacken gilt für viele Hotelgäste als Kavaliersdelikt. Österreicher stehlen genussvoller. Nehmen Sie Dinge mit?

Das Thema kann für hitzige Diskussionen sorgen: Darf man etwas aus dem Hotelzimmer mitnehmen? Rechtlich ist die Lage klar: Natürlich nicht, das ist Diebstahl. Trotzdem wird das Mitnehmen von Seifen und Stiften von vielen Hotelgästen als Kavaliersdelikt eingestuft. Der Wellness Heaven Hotel Guide hat 1.157 Hoteliers befragt, welche Gegenstände am häufigsten entwendet werden.

Doch dabei bleibt es bei Weitem nicht: Manche Besucher sind so ungeniert, dass sie Matratzen, Klaviere oder gar ausgestopfte Tiere aus dem Hotel tragen.

Bilderstrecke: Skurriles Diebesgut

Klavier futsch

Ein Hotelier aus Italien: "Als ich einmal durch die Lobby lief, fiel mir auf, dass irgendetwas fehlte. Kurz darauf erfuhr ich, dass drei unbekannte Männer in Overalls das große Piano abtransportiert hatten. Es tauchte natürlich nie wieder auf."

Jagdtrophäen, Teppiche etc.

In einem Hotel in Frankreich wurde ein Gast bei dem Versuch erwischt, einen ausgestopften Wildschweinkopf zu stibitzen. Später kam er doch noch zu seiner Trophäe: Freunde kauften dem Hotel das gute Stück ab und schenkten es ihm zur Hochzeit.

Badarmaturen abmontiert

Handwerkliche Fähigkeiten mussten jene Gäste aufbringen, die sämtliche Badarmaturen entwendet haben, den Kopf einer Regendusche, eine Hydromassage-Dusche, einen Toilettensitz, ein Abflussrohr oder gleich ein ganzes Waschbecken, wie von einem Berliner Hotel berichtet wird.

Besteck stückweise entwendet

Ein Stammgast eines Hotels erbeutete ein ganzes Speiseservice. Regelmäßig über mehrere Monate ließ er immer wieder Teller, Tassen, Besteck und Gläser aus dem Hotelrestaurant mitgehen.

Zimmernummer gestohlen

In einem Hotel in England hatte ein Gast kurzerhand die Nummern von seiner Hotelzimmertür abmontiert. "Wir haben das erst bemerkt, als der nachfolgende Gast sein Zimmer nicht finden konnte", erzählt die Hoteldirektorin.

Österreicher stehlen anders

Gliedert man die Delinquenten nach Nationalität, so ergibt sich ein differenzierteres Bild. Es stellt sich heraus, dass der deutsche Hotelgast einem eher langweiligen Diebstahlverhalten folgt: Handtücher, Bademäntel, Kosmetik. Viel genussorientierter gehen es Österreicher an. Geschirr und Kaffeemaschinen tauchen weit oben in der Diebstahlskala auf: vom korrekten Esswerkzeug und den Zubereitungsvarianten für den "kleinen Braunen" kann man hierzulande offenbar nicht genug zu Hause stehen haben.

Italiener bevorzugen Weingläser als Hotel-Souvenir, bei Schweizern rangiert der Haarföhn weit oben. Der Franzose hingegen klaut spektakulärer: er nimmt am häufigsten Fernsehgeräte und Fernbedienungen mit. Holländische Hotelgäste greifen gerne zu Glühbirnen und Toilettenpapier.

Gäste in 5-Sterne-Hotels sind noch schamloser

Besonders pikant ist das unterschiedliche Klauverhalten zwischen Gästen in 4-Sterne und 5-Sterne Hotels. So ist etwa die Wahrscheinlichkeit, dass hochwertige TV-Geräte aus dem Zimmer geklaut werden, bei Gästen im 5-Sterne-Segment 9-fach höher als bei Reisenden in 4-Sterne-Hotels. Ebenso sind Kunstwerke in Luxushotels ein begehrtes Objekt der Begierde (5,5-mal höhere Diebstahl-Wahrscheinlichkeit). Auch Tablet PCs und Matratzen werden in 5-Sterne-Häusern häufiger entwendet.

Infos zur Studie finden Sie auf der Website Wellness Heaven

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