Lavanttal: Das Paradies Kärntens

HONORARFREIES Pressefoto ausschließlich für Reiseb…
Foto: /Kärnten Werbung/Martin Steinthaler  

Gastfreundschaft in ungezähmter Naturkulisse – mit Weinbergen, Apfelwiesen, Wander- & Radwegen.

Das Lavanttal in aller Munde. Die östlichste Region Kärntens ist nicht nur die Nummer 1 im Fußball, sondern zählt auch zu den Geheimtipps Österreichs. Eingebettet zwischen Koralpe und Saualpe sind hier die Wanderberge zum Greifen nah, mit einem Himmel voller Trauben und Äpfel.

Sie haben es bestimmt vernommen: Der Wolfsberger Provinzklub, die "Wölfe" des WAC, haben die Fußball-Elite hinter sich gelassen und bilden plötzlich selbst die Spitze der Bundesliga. Außerdem hat sich eine Lavanttalerin, der entzückende Lockenkopf Petra Mayer, bei der Fernsehshow "Die große Chance" in die Herzen der Österreicher gesungen.

Verwurzelter Dialekt

Was man im östlichsten Teil Kärntens sonst noch wissen muss: Dass ein "Tschurtschl" ein "Zapfen" ist, wenn etwas nervt, es einem "anzipft", dass man ein "Woaza", ein gesüßtes Weißbrot zum Frühstück isst und wenn es stressig wird, dann hat man einen "Gneat". Der Lavanttaler Dialekt ist nämlich ein tief verwurzeltes Markenzeichen, das mit unglaublichem Stolz getragen wird.

Das Lavanttal mit 53.472 Einwohnern und dem Hauptort Wolfsberg liegt an der steirischen Grenze. Die Wanderberge rufen mit der Koralpe und Weinebene im Osten sowie der Saualpe und dem Klippitztörl im Westen. Die Lavant schlängelt sich durch das lang gezogene Tal, bis nach Lavamünd und dort in die Drau.

Lippitz Foto: /Buschenschank Lippitz Aufgrund der unzähligen Streuobstwiesen mit über einer halben Million Apfelbäumen, der sonnigen Weinberge, des weißen und grünen Spargels im Frühling, der urigen Most- und Buschenschenken und der vielen Heilquellen, wird das Lavanttal auch als das "Paradies Kärntens" bezeichnet. Ein Paradies, in dem jeder Gast noch ein wenig anders verweilt. Bewusster, langsamer und viel persönlicher. "Denn Bettenburgen, Animation und Jet-Set sucht man vergebens", fasst Margit Thonhauser, Geschäftsführerin von Lavanttal-Tourismus zusammen. "Dafür bekommen Urlauber eine begnadete Landschaft mit einer ungezähmten Naturkulisse serviert, zusammen mit einer aufrichtigen Gastfreundschaft." Sanfter Tourismus ist angesagt. Mit Tausenden Wander- und Radkilometern (allein 540 km Mountainbike) und vielen Klettermöglichkeiten.

Hütte oder Design

Geschlafen wird in eleganten Boutiquehotels ("Aldershoff", "Landrichter") in Wolfsberg, im lässigen Designhotel ("Reart" bei Wolfsberg) oder herrschaftlich im "Schloss Lichtengraben" in Bad St. Leonhard (www.schloss-lichtengraben.at). Da steht auch ein pikobello Gesundheitsresort (www.badsanktleonhard.at). Gemütlich: die Alpen-Chalets "Moselebauer" am Klippitztörl oder die familiären Bauernhöfe ("Urlaub am Bauernhof"). Mit der schönsten Wellness-Oase des Lavanttales wartet das 4*-Hotel "Moselebauer" bei Bad St. Leonhard auf.

HONORARFREIES Pressefoto ausschließlich für Reiseb… Foto: /Stift St. Paul Von der Kunst, sich gut zu betten, zu den kulturellen Schätzen: wie dem strahlend hellen Schloss Wolfsberg zum Beispiel. Oder dem Benediktinerstift St. Paul mit einer der umfassenden Kunstsammlungen Europas. Spannend: das "Museum im Lavanthaus" eines der modernsten Regionalmuseen Österreichs. Kärnten Werbung-Chef Christian Kresse: "Mit persönlich gefällt, dass das Lavanttal auf das Thema Kultur und Kulinarik setzt." So zählt der Lavanttaler Apfelwein als eigene Genuss-Region. "Mehr als 30 reinsortige Apfelweine gibt es bei uns", betont Edelbrenner Dominikus Spendel vom Verein der "Mostbarkeiten" aus St. Paul. Eine Besonderheit seien die historischen Apfelsorten wie die "Lavanttaler Banane". Spendel: "Der Geschmack erinnert unverkennbar an eine Banane".

Wein aus Kärnten

HONORARFREIES Pressefoto ausschließlich für Reiseb… Foto: /Gritsch/Lenzbauer Die guten Boden- und Klimaverhältnisse lassen auch Trauben perfekt reifen. Bereits 888 wurde der Weinbau im Lavanttal urkundlich erwähnt. Lange Zeit vergessen, hat Herbert Gartner aus St. Andrä in den 70er-Jahren den Weinbau in Kärnten wieder salonfähig gemacht. Sohn Erwin keltert einen der besten Blauburgunder Österreichs, die Weingüter Lenzbauer, Klade, Janko, Vinum Paulinum, Lippitz usw. sorgen mit regionalen Spitzenweine für Aufsehen.

Info

… Lavanttal Das Lavanttal im östlichsten Teil Kärntens umfasst den Bezirk Wolfsberg mit neun Gemeinden. Namensgebend ist der Fluss Lavant, der das Tal durchzieht.

Anreise Die Südautobahn A2 durchquert das Lavanttal. Abfahrten: Pack, Bad St. Leonhard, Wolfsberg (2 Abfahrten) und St. Andrä/St. Paul. Wien–Wolfsberg =   265 Kilometer.

Einkehrtipps Buschenschank Lippitz vlg. Oberländer: Eigener Wein! Grüner Veltliner, Muskat Ottonel, Sauvignon Blanc. Sortenreine Apfelweine, Apfelsäfte.  9470 St. Paul/Granitztal, Kollnitzgreuth 1,  043 57/ 3443, www.lippitz.biz
– Schnapsgalerie Spendel in St. Paul: Hochwertige Schnäpse, frisch-fruchtiger Apfelfrizzante,  Birnensaft aus der St. Pauler Weinbirne usw. . Sehenswert: „Kunst am Hof“ von Juliana Spendel.  043 57/ 3932, www.spendel-schnaps.at

HONORARFREIES Pressefoto ausschließlich für Reiseb… Foto: /Hotel Aldershoff/Gert Rudolf Logistipps Boutiquehotel Aldershoff, Wolfsberg. Zimmer mit Lavantblick,  Wochenend-Pakete. Details: 04352/36 697  www.hotel-aldershoff.at
– Designhotel Reart, St. Stefan bei Wolfsberg:  Schicke Logis, eine Übernachtung mit  Dinner  kostet für zwei Personen  198 €.  04352/ 55164, www.reart.at

Auskünfte Tourismusbüro Lavanttal in Wolfsberg, 043 52/ 28 78, www.region-lavanttal.at, www.sonnenwinkel-kaernten.at

Kärnten und Steiermark

Wandern für Faule

Hauser Kaibling - Krummholzhütte - Kaiblingalmhütte: Anreise über die Tauernautobahn bis Ausfahrt Radstadt und dann durch das Ennstal bis Haus im Ennstal. Knapp 90 Minuten sind für Hin- und Rückweg einzuplanen. Die Rundwanderung beginnt bei der Kopfstation der historischen Kaiblingbahn bei der Krummholzhütte. Die Fahrt mit der Bahn ist bereits ein Erlebnis für sich. Beim Sendemast auf 1840 Meter führt der markierte Weg auf einer Forststraße bis zur Kaiblingsalmhütte, dem Wendepunkt der Wanderung mit Einkehrmöglichkeit. Die Wanderung im Schigebiet des Hauser Kaiblings ist wenig anstrengend und dank zahlreicher Einkehrmöglichkeiten und geringem Höhenunterschied auch mit Kindern gut bewältigbar. Großer Gjadstein: Anreise über die Tauernautobahn bis Ausfahrt Radstadt und dann durch das Ennstal bis Schladming und über Ramsau zur Dachsteintauernbahn. Für die Tour von der Talstation über den Huhnerkogel zum Gjaidstein sind hin und retour etwa drei Stunden einzuplanen. Am Gletscher sollte man sich einen Ausblick vom Skywalk oder einen Spaziergang über die höchste Stahlbrücke Österreichs sowie einen Schritt auf der Treppe ins Nichts nicht entgehen lassen. Für die Tour auf den Gjaidstein sind sowohl festes Schuhwerk, gutes Wetter als auch Schwindelfreiheit nötig. Einige ausgesetzte Stellen sind gut mit Stahlseilen gesichert. Der Gipfel bietet einen tollen Ausblick auf den Hohen Dachstein, den Grimming, den Krippstein, das Salzkammergut und die Seelandschaft bis ins Alpenvorland. Trefflingfall - Hochbärneck: Anreise über die Semmering Schnellstraße nach Kapfenberg, auf der B20 über Mariazell bis zur Abzweigung der B26 Richtung Scheibbs nach Puchenstuben zum Erlebnisdorf. Von dort startet man die drei bis vier Stunden dauernde Tour mit einem Bummelzug. Entlang des Trefflingbaches geht es 2-3 km  zum Trefflingfall, von dort folgt man der Erlauf bis zur Vorderen Tormäuer. Wer seine Wanderung kürzer halten will, dreht hier um. Der nicht so faule Wanderer überwindet einen kurzen Anstieg über die Asphaltstraße und den ansteigenden Serpentinen-Waldweg auf das Hochbärneck mit einer Aussichtswarte. Der Rückweg beginnt hier ständig leicht abfallend auf einer Schotterstraße durch den Wald. Immer wieder wandert der Blick auf den Ötscher zurück bis zum Ausgangspunkt. Die Rundwanderung ist für Hunde und Kinder leicht, überwiegend entlang des Wassers auf gut gesicherten Steigen. Der Hund - an der Leine - sollte sich aber über die sichere Eisenbrücke trauen. Weißensee Norduferrunde: Anreise über die Südautobahn oder die Tauernautobahn bis nach Spital a. d. Drau. Dann Richtung Lienz bis Greifenburg zum Weißensee. Startpunkt für die 2-Stunden-Wanderung ist der Parkplatz Neusach, bzw. bei der Bootsanlegestelle in Techendorf. Mit dem Boot geht es bis zum Ronacherfelsen, wo der Badeesee mit 960 Meter am breitesten ist. Von dort führt die Wanderung mit einigen An- und Abstiegen auf einem schmalen Steig zum Ostufer. Von der Gemeinde Paternion führt eine Stichstraße zum Gasthof Dolomitenblick, wo sich die Anlegestelle für das Linienschiff befindet mit dem man wieder nach Techerndorf zurückkehrt. Durch die Fahrt mit dem Schiff und den geringen Höhenunterschied eignet sich die Wanderung auch für Kinder, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit werden aber vorausgesetzt. Großer Königstuhl: Anreise über die Tauernautobahn über die Nockalmstraße zum Parkplatz Eisentalhöhle. Von dort startet die 2,5 stündige Runde. Mäßig ansteigend auf einem gut sichtbaren Weg über die Scharte und über einen Kammrücken erreicht man die Königstuhlscharte mit Ausblick auf den darunterliegenden Rosaninsee. Nur wenige Höhenmeter trennen Sie vom Gipfelkreuz. Die Tour ist auch für Kinder angenehm, doch am Gipfel ist Vorsicht geboten: Nach Norden hin wartet ein steiler Abbruch. Insgesamt sind knapp 300 Höhenmeter zu überwinden. Dazu kommt die landschaftlich reizvolle Fahrt über die Nockalmstraße. Wandern für Faule. Steiermark und Kärnten
Christine und Michael Hlatky
Verlag Styria Regional, 19,99 €.
(kurier / Silvia Trippolt) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?