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Hellas
05/02/2016

Euböa: Griechenlands unbekannte Schönheit

Die nach Kreta zweitgrößte Insel des Landes gilt selbst unter Kennern noch als Geheimtipp.

von Daniela Wahl

Das Meer ist spiegelglatt und schimmert türkis. Ölbäume säumen die fjordartige Küste, es duftet nach Rosmarin, Thymian und Oregano. Auf Euböa erleben Urlauber noch das authentische Griechenland.

Die 175 Kilometer lange und 40 Kilometer breite Insel ist vom Massentourismus bisher unberührt geblieben. Das Mauerblümchen unter den griechischen Inseln. Dabei hat Euböa – oder Evia, wie die Einheimischen sagen – von allem etwas.

Berge, Wälder, Strände

Der Norden ist üppig bewaldet, grüne Felder, dichte Pinienwälder und kleine Kieselstrände prägen die Gegend. Gelegentlich hört man einen Wasserfall plätschern, die Sonne brennt vom Himmel.

DerSüden hingegen ist wasserarm und wirkt mit seinen trockenen Hügeln karger, hat gleichzeitig aber viel griechisches Flair. Hier wechseln sich kleine Dörfer mit Bergen und Schluchten, vereinzelt sieht man kleine, weiße Häuser.
ImOsten befindet sich mit Kymi eine alte Hafenstadt, in der man noch viele, teils gut restaurierte Häuser im traditionellen Baustil findet. Die Einheimischen bezeichnen den Ort als den "Balkon Euböas", was wohl am einzigartigen Blick von Kymi auf die Ägäis liegt.

Die Mitte ist das Herzstück Euböas. Die Hauptstadt Chalkis war schon 411 vor Christus durch einen Holzsteg an der engsten Stelle mit dem Festland verbunden. Heute führen zwei Brücken über die Euripos-Meerenge, deren Strömung mehrmals am Tag die Richtung ändert. Bleibt noch der Westen. Einsame Sandstrände ziehen sich vom Hafenort Marmari über Karystos hin zum Badeort Nea Styra. Der schönste Strand, der den bezeichnenden Namen "Paradiesbucht" trägt, ist dabei über einen Wanderweg erschlossen.

Mystische Drachenhäuser

Eine besonders abwechslungsreiche Wanderung führt von der Kirche von Alt Styra zu uralten Steinhütten, den sogenannten Drachenhäusern. Viele der Touristen fahren extra nach Euböa, um sie zu besichtigen, die wahre Bedeutung der 25 Drachenhäuser verliert sich jedoch in der Geschichte. Es wird vermutet, dass es sich bei diesen imposanten Steinbauten um eine Tempelanlage aus dem frühen Altertum handelt, die zu Ehren von Zeus errichtet wurde.

Der kalkweißen Stadt Marmari vorgelagert liegen die zehn Petalii-Inseln, wo früher Sultane ihren Harem hielten. Heute sind die Inseln in Privatbesitz, Urlauber können sie jedoch mit einem Boot umrunden. Claude Picasso, der Sohn des berühmten Malers, ist Besitzer einer der Inseln, auf einer anderen steht der Sommerpalast des früheren griechischen Königs Georg I. Zwei der Inseln gehören griechischen Reedern.
Gleich um die Ecke erreicht man Kárystos. Die kleine Hafenstadt ist in der Hauptsaison voller Leben. An der pittoresken Promenade reihen sich Hafentavernen an Bars und Cafés, Einheimische zirkeln ihre Motorräder durch die schmalen Gassen, an fast jeder Ecke wartet ein Gemüsehändler.

Ein weiterer Anziehungspunkt ist der lange Kiesstrand, der zum Verweilen einlädt. Oberhalb des Ortes befinden sich die Ruinen der ehemaligen venezianischen Festung Castello Rosso. Die Mauern des aufwendig restaurierten Castello, das einige Kilometer über Karystos liegt, prägen bis heute die Landschaft.

Geheimtipp

Euböa ist nach wie vor ein Geheimtipp, wo Griechen ihren Urlaub verbringen. Die Nähe zur Hauptstadt – zwei Brücken und einige Fähren verbinden die Insel mit dem Festland – macht sie zum beliebten Wochenendausflugsziel für Athener. Euböa ist aber auch für all jene eine Reise wert, die das ursprüngliche Hellas sehen wollen – fernab des Massentourismus.

Impressionen von Euböa:

Euböa, Griechenland

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Info

Anreise Mit Austrian Airlines (www.austrian.at) oder Aegean Airlines (www.aegeanair.com) nach Athen. Von dort per Bus nach Chalkida, Karystos oder Kimi.

Einkehrtipp Restaurant Cavo D'Oro in Karystos: Ausgezeichnete griechische Küche, traditionelle sowie kreative Speisen. Im Lokal von Moutsis Kyriakos wird die typisch griechische "Topfkultur" gepflegt, Xoriatiki und Oktopus-Gulasch sind sehr empfehlenswert.

Hoteltipp Das Hotel Castello Rosso in Nea Styra verfügt über eine schöne Gartenanlage mit Pool. Der Familienbetrieb wurde im Hacienda Stil erbaut und ist nur 100 Meter vom Strand entfernt. (www.castellorossohotel.gr)

Pauschalangebot 10 Tage ab 896 € p.P. im DZ bietet Raiffeisen Reisen an. Inkludiert sind Linienflug mit Austrian oder Aegean Airlines. 9 Nächte/HP im 3*-Hotel Venus Beach oder 3-4*-Hotel Castello Rosso und 3 Ausflüge (Athen/Akropolis/Piräus; Korinth/Mykene/Nauplia; Orakel von Delphi).

- Termine 2016: 3.6. - 12.6.; 24.6. - 3.7.; 15.7. - 24.7.; 12.8. - 21.8.; 2.9. - 11.9.; 23.9. - 2.10. und 7.10. - 16.10.

- Buchung: Raiffeisen Reisebüros, E-Mail: buze@raiffeisen-reise.at; Telefon: 01/31375-82; www.raiffeisen-reisen.at

Auskunft www.visitgreece.gr

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