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20.12.2018

Vom Sägerest zum Energiebündel - so entstehen Pellets

Pellets werden aus ohnehin anfallenden Sägespänen gepresst.

In Sägewerken werden Baumstämme aus der Forstwirtschaft zu Brettern und ähnlichen Produkten weiterverarbeitet. Während des Produktionsprozesses fallen dabei reichlich Säge- und Hobelspäne an. Früher wurden diese Sägenebenprodukte für Spanplatten oder zur Tiereinstreu genutzt oder sogar entsorgt. Heutzutage werden diese Nebenprodukte im Sinne eines No-Waste-Prinzips sinnvoll zur Energiegewinnung genutzt und zu Holzpellets weiterverarbeitet.

Den frischen Spänen wird in Trockenanlagen Feuchtigkeit entzogen, bis sie bereit sind für den nächsten Schritt auf dem Weg zum ökologischen Energieträger. Da nahezu alle Pelletierwerke direkt an einen Sägebetrieb angeschlossen sind, erfolgt die Trocknung primär durch die Verbrennung der ebenfalls anfallenden Rinde. In speziellen Maschinen werden die Späne unter hohem Druck zu Pellets gepresst. Um den Pressvorgang zu erleichtern, werden ein bis maximal zwei Prozent Maisstärke zugesetzt. Das Endergebnis ist ein kleiner zylinderförmiger Stift mit einer Länge von ca. 3 cm – das Holzpellet.

Viel Energie auf kleinem Raum

Pellets werden lose oder in Säcken verkauft. Häuser mit einer Pelletzentralheizung und einem dazugehörigen Lager bekommen ihren Brennstoff in einem Pellet-LKW geliefert. Am Ziel angekommen, werden die Pellets mit einem Schlauch vom Silo-LKW direkt in das Lager eingeblasen. So bleiben Haus und Garten sauber und staubfrei. Der Jahresvorrat an Brennstoff ist somit in kurzer Zeit und ohne Mühe an Ort und Stelle.

Pelletheizer, die für ihren Pelletkaminofen kleinere Mengen Brennstoff benötigen, können Pellets in 15-kg-Säcken bei Händlern und in Baumärkten kaufen. Der Pelletkaminofen verfügt über ein eingebautes Lager, in dem ein bis zwei Säcke Pellets Platz haben. Das reicht aus, um damit einige Tage komfortabel und vollautomatisch zu heizen.