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Politik
04/11/2012

Zurück in die Mitte

Gegen Obama hat Herausforderer Romney nur kleine Chancen, aber er hat sie.

von Ingrid Steiner-Gashi

Wären am Sonntag Wahlen, hätte Präsident Barack Obama schon gewonnen: 51 Prozent der Amerikaner würden laut jüngsten Umfragen für ihn stimmen. Nur 44 Prozent hingegen würden für Ex-Gouverneur Mitt Romney votieren, den Sieger – oder vielmehr den einzigen echten Überlebenden – der inner-republikanischen Vorwahlschlacht. Entsprechend ramponiert, mit dem Image des abgehobenen Multimillionärs, der die Herzen der Wähler nicht erreicht, geht Romney nun in ein Duell gegen den Präsidenten, der sich schon einmal als geradezu unschlagbar brillanter Wahlkämpfer erwiesen hat.

Und doch ist der hölzern wirkende und Charisma-arme Konservative noch lange nicht geschlagen. Vorausgesetzt, der zuletzt ins ultra-konservative Eck abgedriftete Republikaner kehrt wieder in die politische Mitte zurück. Denn nur dort werden in den USA dWahlen entschieden und nur dort könnte Mitt Romney seine zweifellos vorhandenen Stärken ausspielen. Die da sind: Wirtschaftskompetenz, Integrität und Stehvermögen. Trauen die Wähler der Mitte dem erfolgreichen Ex-Manager zu, die lahmende Wirtschaft der USA wieder flottzumachen, hat Romney eine kleine, aber echte Chance gegen den haushohen Favoriten Obama.

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