Politik
13.03.2012

Weiter Bangen um Extrembergsteiger Göschl

Der Steirer Alpinist wollte als Erster den Achttausender im Winter bezwingen. Seit Freitag herrscht Funkstille.

Auch am Dienstag ist der Kontakt zu dem Team des steirischen Extrembergsteigers unterbrochen. Wie berichtet funkte Gerfried Göschl am vergangenen Freitag das letzte Mal aus dem Karakorum: „Auf dem Weg Richtung Gipfel.“

Doch seither gab es keine Meldung mehr. ,„Wir haben keinen Kontakt“, bedauert Heike Göschl. Doch die Frau des Extrembergsteigers macht sich noch keine Sorgen. „Wir sind alle zuversichtlich, dass wir bald etwas hören werden.“

Auf dem mit seinen 8080 Metern elfthöchsten Berg der Welt herrschen derzeit schwierigste Bedingungen: Extreme Kälte, kaum Sicht, heftiger Wind. Durch die Kälte sind auch die Akkus der Handys nicht funktionstüchtig. Eine erste Suchmannschaft aus polnischen und pakistanischen Bergsteigern musste am Montag umkehren, zu heftig waren die Verhältnisse.  Doch nun sollte das Wetter besser werden.

Nächster Versuch

Daher soll heute der nächste Versuch gestartet werden, das Team des Steirers zu erreichen. Für Mittwoch ist derzeit ebenfalls eine günstige Wetterlage prognostiziert. Das Team wird auf 200 bis 250 Meter unterhalb des Gipfels vermutet.

Göschl sowie seine Kollegen Cedric Hählen aus der Schweiz und Nisar Hussain aus Pakistan sind im Himalaja-Gebiet unterwegs: Das Trio hat sich vorgenommen, die erste Winter-Begehung des Gasherbrum I im Karakorum zu schaffen, ein Gipfel, der auch als „Hidden Peak“ bekannt ist.

Göschl gilt als einer der erfahrensten Extrembergsteiger überhaupt. Der 39-jährige Obersteirer bezwang 2005 als erster Österreicher ohne künstlichen Sauerstoff und Hilfe von Trägern den Mount Everest. Entsprechend top ist die Ausrüstung der Alpinisten: Laut dem Betreuerteam des Schweizers Hählen ist das Trio mit Zelten, Brennpaste und ausreichend Verpflegung ausgestattet.