Politik
21.04.2012

"Vulkanier" proben den Aufstand

Die geplante Bezirkszusammenlegung in der Steiermark sorgt für Wirbel.

Manche nehmen es mit Humor, spielen Mr. Spock und üben dessen Vulkaniergruß aus Star Trek. Andere ärgern sich: Der Zusammenschluss der beiden oststeirischen Bezirke Feldbach und Radkersburg zu Vulkanland regt auf.

Donnerstag verkündeten Landeshauptmann Franz Voves und sein ÖVP-Vize Hermann Schützenhöfer, dass sechs weitere Bezirke zusammengelegt werden, Bruck und Mürzzuschlag, Hartberg und Fürstenfeld und eben Feldbach und Radkersburg. Wie bei der Fusion von Judenburg und Knittelfeld zu Murtal soll Feldbach/Radkersburg einen neuen Namen erhalten, Vulkanland. Nicht ganz unlogisch, da sich die Region touristisch so vermarktet.

Doch VL auf dem Autokennzeichen? Gar Vulkanier als Bezeichnung? Das ist dann doch zu viel: Im Internet-Netzwerk Facebook gibt es bereits eine skeptische Gruppe. „Wir sind jetzt Vulkanier?“ hatte Samstagmittag 56 Fans.

Auch so mancher Politiker ist unzufrieden. So spricht sich Murecks ÖVP-Bürgermeister Josef Galler zwar nicht gegen eine Fusion aus. Aber dann sollte Radkersburg schon besser zu Leibnitz als Feldbach kommen, wegen der besseren Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch Toni Vukan, Landesgeschäftsführer der SPÖ und Ortschef von Gosdorf, hält die Zusammenlegung mit Leibnitz für sinnvoller. Derweil sammeln einzelne Gemeinden auch schon Unterschriften für Volksbefragungen.