Vier Todesopfer in den Bergen

- APAART15 - 23012005 - WIEN - OESTERREICH: ZU APA TEXT CI - ILLUSTRATION zum Thema "Lawine" - Ein Bewohner der Pension "Alpengruß" am 27.02.1999 im Lawinenunglücksort Galtür.HANS KLAUS TECHT
Foto: unbegrenzt verfuegbar

Ein 48-jähriger Tourengeher stürzte in Oberösterreich in die Tiefe. In Salzburg krachte ein Pensionist gegen einen Baum.

Vier tote Wintersportler lautet die traurige Bilanz nach dem schönen Wetter am Wochenende. Bei einer Skitour tödlich verletzt wurde am Samstagnachmittag der 48-jährige Sozialarbeiter Bernhard D. aus Gmunden in Oberösterreich. Der Mann war alleine am Brunnkogel im Höllengebirge unterwegs und stürzte bei der Abfahrt ins Tal. Schon nach den ersten Schwüngen dürfte der Sportler am harten, eisigen Untergrund auf der schattigen Nordseite des Bergs ausgerutscht sein.

Der 48-Jährige fiel mehrere hundert Meter über felsige Steilstufen hinab. Der Mann erlitt massive Verletzungen an Rumpf und Kopf, an denen er noch an der Unfallstelle erlag. Ein anderer Tourengeher entdeckte Stunden später gegen 17.15 Uhr den Leichnam auf einem Lawinenkegel unterhalb der Bischofsspitze und alarmierte die Einsatzkräfte. Ein Polizeihubschrauber barg den Toten.

In Großarl im Salzburger Pongau ist ein 73-jähriger Deutscher neben der Piste gestorben. Der Mann war, nachdem er lange Schwünge gezogen hatte, gestürzt und wurde frontal gegen einen Baum geschleudert. Die alarmierte Bergrettung war gleich zur Stelle und versuchte, den Mann zu reanimieren. Doch die Bemühungen waren vergebens. Der Pensionist, der einen Sturzhelm trug, erlag seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle.

Lawine

Zwei Tote hat Sonntagfrüh in Südtirol ein Lawinenunglück am Ortler westlich von Meran gefordert. Vier Tourengeher wollten über die Nordwand des 3905 Meter hohen Bergs aufsteigen. Dabei wurden sie von einem Gletscherabbruch überrascht. Die 200 Meter lange und 60 Meter breite Lawine aus Eis- und Schneemassen riss die Alpinisten mit sich in die Tiefe.

Für zwei Männer kam jede Hilfe zu spät. Die beiden Überlebenden, eine Frau und ein Mann, konnten von den Rettern mit schweren Verletzungen geborgen werden. Sie wurden in Spitäler nach Bozen und Meran geflogen.

Großes Glück hatte ein 48-jähriger Deutscher Sonntagvormittag in Schoppernau in Vorarlberg. Er wurde von einer Lawine mitgerissen, wurde aber nicht verschüttet und blieb unverletzt.

(kurier) Erstellt am
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