Politik
16.03.2012

Vermeintliche Entführung war Ehestreit

Am Vormittag hatte die Polizei nach einem mutmaßlichen Entführungsauto gefahndet. Falscher Alarm, wie sich jetzt herausgestellt hat.

Ein vermeintlicher Entführungsfall hat am Freitag in St. Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) für Aufsehen gesorgt. Mehrere Zeugen hatten beobachtet, wie eine junge Frau bei einer Tankstelle offenbar gegen ihren Willen zum Einsteigen in einen Wagen gezwungen worden war. Das Fahrzeug wurde im Laufe des Vormittags von der Polizei angehalten. Wie die erste Befragung der involvierten Personen ergab, dürfte es sich allerdings laut Polizei um einen Ehestreit gehandelt haben.

Zeugen hatten gegen 8:15 Uhr beobachtet, wie eine etwa 25-jährige Frau an einer Agip-Tankstelle an einer Bundesstraße gewaltsam zum Einsteigen in das Auto mit bulgarischem Kennzeichen aufgefordert worden sei. Daraufhin wurde eine Alarmfahndung ausgelöst, die auch auf das Bundesland Salzburg und das benachbarte Bayern ausgedehnt wurde.

Eine Streife hatte den Wagen dann unweit der Tankstelle ausgemacht und den Fahrer angehalten. Die Frau befand sich ebenfalls unversehrt in dem Fahrzeug. Bei den Einvernahmen wurde auch ein Dolmetscher hinzugezogen, um die Details des Vorfalls zu klären.