USA: Handschellen für eine Sechsjährige

dpa/Boris RoesslerARCHIV - Das Foto vom 20.2.2002 zeigt die Hände eines Täters, der in Handschellen abgeführt wird (aufgenommen in Frankfurt). Die Kriminalität ist in Bayern unter das Niveau von 1992 gesunken - wenn man von der von der Computerkriminalitä
Foto: dpa/Boris Roessler Übertrieben: Die Eltern waren nicht erreichbar, also wurde das Mädchen in Handschellen abgeführt.

Die Polizei in Milledgeville, Georgia, ist mit dem Wutausbruch einer Schülerin nicht wirklich zurechtgekommen.

Weil sie einem ausrastenden sechsjährigen Mädchen Handschellen anlegte, muss sich die Polizei im südlichen US-Bundesstaat Georgia nun verteidigen.

Wie die Ordnungshüter der Stadt Milledgeville am Dienstag mitteilten, wurden sie am Freitag in eine dortige Schule gerufen, weil ein Mädchen in einem Wutanfall fremdes Eigentum zerstört und den Rektor verletzt habe. Ein Beamter habe der Sechsjährigen daraufhin Handschellen angelegt und sie mit zur Polizeiwache genommen, weil die Eltern nicht erreichbar gewesen seien.

Die Familie der Schülerin kritisierte das Vorgehen später als unangemessen. Eine Tante sagte, auch wenn sich das Mädchen schlecht verhalten habe, seien die Handschellen und die Mitnahme zur Polizeiwache übertrieben gewesen. Die Mutter des Kinds sagte, ihre Tochter dürfe nun bis August nicht mehr zur Schule gehen, und führte den Wutanfall auf "Stimmungsschwankungen" zurück. Die Polizei wies indes Berichte zurück, das Mädchen sei auch in eine Zelle gesperrt worden. Zudem teilte sie mit, die Handschellen seien dem Kind auf der Wache abgenommen worden.

(apa / jom) Erstellt am
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