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Politik
01/12/2012

Uniform-Verbot am Burschenschafter-Ball

Verteidigungsminister Darabos hat es Bundesheer-Soldaten untersagt, beim Tanz der Rechten in Uniform aufzukreuzen.

Auf dem Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) trifft sich "das Who`s who der nationalen und internationalen extremen Rechten", wie es Verteidigungsminister Norbert Darabos ausdrĂŒckt. Um "nicht den Anschein zu erwecken, dass das österreichische Bundesheer derartiges Gedankengut unterstĂŒtzt", hat es der Minister den Bundesheer-Soldaten untersagt, in Uniform an dem Ball teilzunehmen.

Generell mĂŒssen MilitĂ€rangehörige beim zustĂ€ndigen Kommando um eine Bewilligung ansuchen, wenn sie ihre Ausgehuniform - samt Orden - bei BĂ€llen oder Ă€hnlichen Events tragen wollen, ausgenommen sind nur Veranstaltungen des Bundes, der LĂ€nder und der Gemeinden. Deshalb hat Darabos das fĂŒr den WKR-Ball zustĂ€ndige MilitĂ€rkommando Wien angewiesen, die Teilnahme in Uniform zu untersagen. Wer das Verbot ignoriert, muss laut Ministerium mit disziplinĂ€ren Maßnahmen und Geldstrafen rechnen.

Hofburg-Bann

Laut Standard reagiert Darabos damit auch auf das Datum, an dem rechtsextreme Promis etwa der deutschen NPD, des belgischen Vlaams Belang oder der auslĂ€nderfeindlichen deutschen BĂŒrgerinitiative pro NRW antanzen. Der Ball der rechten Burschenschafter findet heuer ausgerechnet am 27. JĂ€nner statt, dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.

Die Hofburg soll nur noch dieses Jahr als Veranstaltungsort dienen. Die Betreiber des Kongresszentrums in der Hofburg hatten Anfang Dezember vermeldet, dass sie ab 2013 die RĂ€umlichkeiten nicht mehr zur VerfĂŒgung stellen wollen.

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