Tödliches Spiel auf dem Autodach

Feuerwehrauto
Foto: GNEDT/Kurier Das "Car Surfing" im Bezirk Leibnitz endete tödlich.

Steiermark: Eine 17-Jährige wurde während der Fahrt vom Dach eines Pkw gegen einen Baum geschleudert. Sie war auf der Stelle tot.

Lustig und feuchtfröhlich war es in dem Lokal gewesen und dann, Freitag kurz vor Mitternacht, war die 17-jährige Lena mit einem gleichaltrigen und zwei 18-jährigen Freunden auf der Heimfahrt nach Heiligenkreuz am Waasen, Bezirk Leibnitz. Doch sie kam nie zu Hause an.

Der rote Fiat Punto eines 18-jährigen Begleiters war auf einer Gemeindestraße in Mitterlabill, Bezirk Feldbach, ins Schleudern geraten. Das Auto krachte gegen einen Baum. Während die drei Burschen fast unversehrt davonkamen, überlebte Lena den Unfall nicht. Beim 17-jährigen Lenker – er hat  keinen Führerschein – wurden 1,7 Promille Alkohol im Blut festgestellt.

Im Laufe des Samstags klärte sich der Ablauf. Das Quartett war auf eine für Lena tödliche Idee gekommen: "Car Surfing". Vom Lokal weg legten sich die Jugendlichen abwechselnd jeweils für kurze Fahrtstrecken aufs Autodach und hielten sich an den geöffneten Scheiben fest; ebenso abwechselnd übernahmen sie das Steuer.

Sieben Kilometer

Aufgrund der Alkoholisierung und mangelnder Fahrpraxis dürfte der 17-jährige ins Schleudern geraten sein", resümiert Bezirkspolizeikommandant Franz Fasching. Zu diesem Zeitpunkt waren sie bereits sieben Kilometer unterwegs. Lena und ein 18-jähriger Bursche lagen auf dem Dach.

Kopfverletzungen

Durch die Schleuderbewegung des Pkw fiel der junge Mann herunter und erlitt Abschürfungen. Das Mädchen hielt sich noch für kurze Zeit fest, wurde dann aber gegen einen Baum katapultiert. Sie erlitt schwerste Kopf- und Schulterverletzungen und war auf der Stelle tot.

Lena, die eine höhere Schule in Graz besucht hat, spielte seit ihrem zwölften Lebensjahr Klarinette und war Mitglied der Pfarrmusikkapelle St. Georgen an der Stiefting. Obmann Johann Absenger: "Wir sind völlig bestürzt." Die Familie wird vom Kriseninterventionsteam betreut.

Die anderen Pkw-Insassen stehen ebenfalls unter schwerem Schock, werden jedoch alle angezeigt.

(kurier) Erstellt am
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