Politik 07.04.2012

TBC-Verdacht bei Helmut Elsner

Ruth Elsner, die Frau des Ex-Bawag-Chefs, ist wieder in Sorge um ihren Mann: Der 76-Jährige soll an Tuberkulose erkrankt sein.

Helmut Elsner kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nachdem der ehemalige Bawag-Boss Ende März in der legendären Wiener Eden-Bar ein Tänzchen wagte, dabei aber von zufällig anwesenden Journalisten der Oberösterreichischen Nachrichten fotografiert wurde, stellten sich viele die Frage: Wie krank ist 76-Jährige wirklich?

Sehr, sagt seine Frau Ruth. Ihr Mann, er leidet schon seit Längerem an chronischem Husten, könnte an Tuberkulose (TBC) erkrankt sein. Bei einer Untersuchung am Wiener Wilhelminenspital hätten Ärzte Schäden an der Lunge festgestellt, dadurch keimte der TBC-Verdacht auf. Eine endgültige Diagnose gibt es allerdings noch nicht, da jetzt spezielle Bakterienstämme angelegt werden müssen. Erst in einigen Wochen wird Elsner Gewissheit haben. Seine Frau Ruth, die seit Jahren verbissen um die Reputation ihres Mannes kämpft, glaubt, dass sich der 76-Jährige in der Untersuchungshaft in der Josefstadt angesteckt haben könnte. Denn 2007, als sich Elsner eine Bypass-Operation unterziehen musste, sei die Lunge noch gesund gewesen.

Heilbar

Wie auch immer. Tuberkulose bedeutet für einen Menschen heutzutage längst kein Todesurteil mehr. "TBC ist eine heilbare Erkrankung und nicht hoch ansteckend", sagt der Rudolf Rumetshofer, Leiter des Arbeitskreises für Tuberkulose der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖPG) im KURIER-Gespräch.

Rund 700 TBC-Fälle wurden im Vorjahr in Österreich registriert, betroffenen seien vor allem Zuwanderer und soziale Randgruppen (Obdachlose, Drogensüchtige). Aber auch bei älteren Menschen könne die bakterielle Infektionskrankheit auftreten. "Ein erster Schritt ist den Patienten zu isolieren und mit Medikamenten zu behandeln. Nach zwei bis drei Wochen geht dann meist der Infektionsgrad zurück."

Selbstverständlich, so Rumetshofer, sei auch in einem Gefängnisspital eine TBC-Behandlung möglich.

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( Kurier ) Erstellt am 07.04.2012