Politik
28.03.2012

Steirer stürzte in offenes Grab

Über eine Stunde musste der 55-Jährige mit einem Knochenbruch an dem unangenehmen Ort ausharren, ehe ihn die Feuerwehr bergen konnte.

Zu einer komplizierten Bergung musste die Freiwillige Feuerwehr Wies (Bezirk Deutschlandsberg) am Dienstagabend ausrücken: Ein Helfer des Totengräbers war auf dem Friedhof in ein offenes Grab gestürzt und hatte sich dabei so schwer verletzt, dass er sich nicht selbst befreien konnte. Die Feuerwehr rückte mit acht Leuten an und brauchte rund eine Stunde, um den 55-Jährigen - er hatte einen Oberschenkelhalsbruch erlitten - aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Die Einsatzkräfte waren gegen 17.40 Uhr vom Totengräber gerufen worden. Dieser hatte nach Angaben der Polizei gemeinsam mit einem Helfer ein Grab zugeschaufelt. Als er sich gegen Ende der Tätigkeit umziehen ging, passierte der Unfall. Um die lockere Erde zu verfestigen, sprang der 55-Jährige von der Schalung etwa eineinhalb Meter tief in das weitgehend verfüllte Grab. Dabei kam er so unglücklich zu Sturz, dass er sich einen Knochenbruch zuzog.

Acht Feuerwehrkräfte im Einsatz

Allein konnte der nach einigen Minuten zurückgekehrte Totengräber nichts ausrichten, weshalb er Rettung und Feuerwehr rief. Der Verletzte wurde zunächst durch den Notarzt des Roten Kreuzes stabilisiert. Dann ging die Feuerwehr an die schwierige Bergung: Mittels eines Notrettungssets und einem Gerüst aus Steckleiterteilen konnte der Verunglückte aus dem Grab gehievt werden. Die Rettungs-und Bergungsaktion der acht Feuerwehrkräfte dauerte eine Stunde.

Der 55-Jährige wurde zunächst ins LKH Deutschlandsberg gebracht und dann mit dem Rettungshubschrauber weiter nach Graz in ein Krankenhaus geflogen.