Politik 05.12.2011

Sperre des Karawankentunnels abgesagt

© Bild: APA/GERT EGGENBERGER

Nachdem trotz Fahrverbot mehreren slowenischen Lkw die Tunnel-Durchfahrt gestattet wurde, wurde die Blockade abgesagt.

Slowenische Frächter haben die für Samstag angekündigte Blockade des Karawankentunnels widerrufen. Nachdem die Asfinag mehreren slowenischen Lkw trotz Fahrverbotes die Durchfahrt durch den Tunnel erlaubt hatte, wurde die Blockade abgesagt. "Wir konnten heute eine Vereinbarung treffen. Das Problem ist damit aber noch nicht gelöst", so Frächter-Vertreter Andrej Klobasa.

Weitere Verhandlungen über das für sie umstrittene ausgeweitete Fahrverbot wollen die Frächter dem slowenischen Verkehrsministerium überlassen. Sie fordern, dass slowenische Lkw auch in der Zukunft während des Fahrverbots den Tunnel passieren dürfen. Kommt es nächste Woche zu keinem Fortschritt, bleibt die Drohung mit der Blockade aufrecht. Klobasa zeigte sich allerdings überzeugt, dass eine solche Vereinbarung möglich sein wird. Mit dem heutigen Ausgang ist Klobasa "zufrieden". Vor allem die Haltung der österreichischen Seite, die Verständnis für Probleme der Frächter zeigte und sie zum Schluss auch mit Essen und Trinken bewirtet hat, hätte ihn positiv überrascht.

Die Frächter haben sich gegen 8.00 Uhr vor dem Tunnel auf der slowenischen Seite versammelt. Später haben sie selbst an der österreichischen Seite mit den Mitarbeitern der Asfinag und der Polizei Gespräche geführt. Nachdem die Asfinag einverstanden war, alle slowenischen Lkw, die wegen des Fahrverbots vor dem Tunnel standen, durchzulassen, war die Protestsperre widerrufen worden.

Bereits am Freitag wurde auf der Ministerebene eine Vereinbarung getroffen, die für slowenische Frächter aber ungenügend war. Demnach dürften auch während des Zusatzverbots Lkw mit leicht verderblicher Ware und Lebendtransporte den Tunnel passieren. Die Asfinag würde außerdem jenen Lkw über 7,5 Tonnen, die nicht durch den Tunnel fahren, die Mautmehrkosten für die Umleitungsstrecken refundieren. Diese würden laut TV Slovenija rund 60 Euro pro Fahrzeug betragen. Für die Frächter ist dieses Angebot inakzeptabel. Sie behaupten durch die Umleitung über Spielfeld insgesamt 200 Euro zusätzliche Kosten zu haben.

Erstellt am 05.12.2011