Politik 18.01.2012

Rauchbomben-Attacke auf das Weiße Haus

© Bild: ap

Occupy-Demonstranten warfen eine Rauchbombe auf das Gelände des US-Präsidentensitzes.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Als am Dienstagabend (Ortszeit) eine Rauchbombe über den Zaun des Weißen Haus geworfen wurde, sperrte der Secret Service prompt das ganze Gelände. Zunächst musste festgestellt werden, ob vom Qualm der Rauchbombe Gefahr ausgehe. Das Wurfgeschoss war von aufgebrachten Occupy-Demonstranten auf das Gelände geworfen worden.

Der Vorfall ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle nicht im Weißen Haus waren, wie der US-Geheimdienst mitteilte. Sie feierten gerade in einem nahe gelegenen Haus den 48. Geburtstag der First Lady.

(Keine) Festnahmen

Nach dem Vorfall am Weißen Haus wurde niemand festgenommen. Es gab jedoch laut Angaben der Polizei vier Festnahmen, als die Occupy-Demonstranten am Kapitol die Abgeordneten auf ihre Anliegen aufmerksam machen wollten. Ein Demonstrant habe Polizisten angegriffen, drei weitere hätten Absperrungen überschritten, hieß es zur Begründung.

Ausgehend von der Bewegung "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") in New York hatten sich ähnliche Proteste seit Mitte September auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder ausgedehnt. Die Aktivisten prangern die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an.

Erstellt am 18.01.2012