Polizei macht Stuttgart 21-Razzien

Am 20. Juni kam es zu Ausschreitungen
Foto: AP/Benjamin Beytekin

Die Behörden gehen nach den Randalen zu einem harten Schlag gegen die Bahnhofsaktivisten über: Sie durchsuchten Räume und Wohnungen.

Rund zwei Wochen nach den letzten schweren Auseinandersetzungen um das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 wurden heute Razzien durchgeführt: Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchten Büroräume und Wohnungen von Gegnern des umstrittenen Projekts. Darunter waren auch das Büro der "Parkschützer" und die Privatwohnung deren Sprechers.

Die Aktion hatte ihren Ursprung in den gewalttätigen Ausschreitungen am 20. Juni: Damals hatten Demonstranten eine Baustelle am Bahnhof gestürmt. Dabei ist nicht nur ein hoher Sachschaden entstanden; laut Polizei ist auch ein Zivilbeamter durch Schläge und Tritte verletzt worden.

Beweismaterial

Die Ermittler begründeten die Hausdurchsuchungen damit, dass die Stuttgart 21-Gegner die Herausgabe von Beweismaterial verweigert hätten. Die "Parkschützer" hätten Bildmaterial, das unter anderem den Angriff auf den Polizeibeamten zeige, so Staatsanwaltschaft und Polizei.

Das Bildmaterial sei entgegen der Zusagen des Sprechers Polizei und Staatsanwaltschaft nicht zur Verfügung gestellt worden. Auch seien die Zeugen nicht benannt worden. Der Sprecher der "Parkschützer" sowie weitere Zeugen seien zudem Vorladungen zu Vernehmungen nicht nachgekommen. Staatsanwaltschaft und Polizei seien deshalb gezwungen gewesen, die Durchsuchungen vorzunehmen.

(apa/afp/KURIER.at / csm) Erstellt am
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