Politik
05.12.2011

Philippinen: Tödlicher Anschlag auf Hotel

Drei Tote, 28 Verletzte - das ist die blutige Bilanz eines Bombenanschlags auf ein Billig-Hotel voller Hochzeitsgäste. Islamisten sollen die Urheber sein.

Bei einem Bombenanschlag auf ein Hotel im Süden der Philippinen sind drei Menschen getötet worden. 28 weitere wurden verletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Sprengsatz sei am Sonntagabend im Budget-Hotel "Atilano Pension House" in Zamboanga City - rund 870 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila - explodiert. Anschließend brach in der 35-Zimmer-Pension ein Feuer aus. Die Behörden vermuten islamistische Terroristen hinter dem Anschlag.

Das Hotel war zum Zeitpunkt des Anschlags mit Hochzeitsgästen belegt. Die Explosion ging laut dem Sender Al Jazeera von einem Zimmer im zweiten Stockwerk des Gebäudes aus und brachte den Großteil des Stockwerkes zum Einsturz. Zwei Personen in benachbarten Zimmern sollen sofort gestorben sein, eine dritte Leiche wurde am Montag in den Trümmern gefunden.

Die Polizei hat nach eigenen Angaben Spuren von Chemikalien gefunden, die zur Herstellung der Bombe verwendet wurden. "Die Ermittlungen laufen noch, aber bisher war immer nur (die Terrorgruppe) Abu Syyaf in Bombenanschläge in der Stadt verwickelt", sagte ein Polizeisprecher. Zuletzt waren in der Stadt Ende Oktober zwei Menschen bei einem Anschlag auf ein Restaurant gestorben.

Celso Lobregat, der Bürgermeister von Zamboanga, sagte der Agentur AP: "Wir haben gute Spuren gefunden. Wir werden sie (die Täter - Anm.) alle schnappen." Die Gruppe Abu Sayyaf soll Kontakte zum Al-Kaida-Terrornetz haben. Im Süden der Philippinen kämpfen militante Gruppe seit Jahren für einen unabhängigen muslimischen Staat. Das südostasiatische Land ist überwiegend katholisch.