Politik 11.12.2011

Pensionen sind zu teuer

Frühwarnung © Bild: Stephan Boroviczeny

Um die steigenden Kosten in den Griff zu bekommen, müssen alle umdenken.

Experten und manche Politiker haben schon ihre Rezepte gegen die enormen Kosten des Pensionssystems gefunden. Jeder müsse sich darauf einstellen, dass man bis zum Regelpensionsalter arbeitet, sagt ÖVP-Chef Spindelegger im KURIER. Höhere Abschläge bei früherem Pensionsantritt, Bonus für längeres Arbeiten und weniger Invaliditätspensionen wollen die Experten.


All das klingt logisch – aber auch altbekannt. Schließlich wird die Pensionsdebatte schon genauso lange geführt wie jene über Budgetdefizite und Schulden. Doch die Situation war noch nie so dramatisch. Das ist eine Chance – aber nur, wenn wirklich alle umdenken.


Arbeitslose über 50 sind kaum vermittelbar und ältere Mitarbeiter werden motiviert, so bald wie möglich zu gehen. Da muss sich die Wirtschaft einen Ruck geben – das sollte ihr der ÖVP-Chef klar machen. In der SPÖ muss klar werden, dass das Sozialsystem nicht zusammenbricht, wenn sich etwas ändert. Auch der Widerstand gegen die frühere Angleichung des Frauenpensionsalters ist nicht mehr zeitgemäß. Und so kann man wohl auch von den Älteren die Einsicht verlangen, dass ein frühestmöglicher Pensionsantritt und automatische Pensionserhöhungen keine Selbstverständlichkeiten sind.

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Erstellt am 11.12.2011