Mikl-Leitner ist von Strasser enttäuscht

Johanna Mikl-Leitner
Foto: apa Ex-Wegbegleiterin: Einst habe sie viel von Strasser gelernt, sagt Ministerin Mikl-Leitner.

Die Innenministerin über den ehemaligen Wegbegleiter, dessen Karriere ebenfalls in der niederösterreichischen ÖVP begonnen hatte.

Beider Polit-Karriere hat in der niederösterreichischen ÖVP begonnen. Ernst Strasser war Landesgeschäftsführer, Land-tagsabgeordneter, Landtagsklubchef. Johanna Mikl-Leitner folgte Strasser in der Geschäftsführung, dann war sie Landesrätin. Strasser brachte es im Wendejahr 2000 zum Chef des Innenressorts, der er vier Jahre blieb. Seit April 2011 ist Mikl-Leitner Innenministerin. „Strasser war ein langjähriger Wegbegleiter“, sie habe punkto Parteimanagement viel von ihm gelernt, sagte sie in der ORF -Pressestunde. Nun sei sie enttäuscht von ihm – wie viele, die das Video gesehen hätten. Was Mikl-Leitner meinte: Enthüllungsjournalisten der Sunday Times hatten Strasser über Monate hinweg kontaktiert, getroffen und gefilmt, wie er anbot, gegen hohe Bargeld-Summen Gesetzesanträge ins EU-Parlament zu hieven. Die Reporter veröffentlichten das Video im Frühjahr 2011. Strasser, damals EU-Mandatar, war die Polit-Jobs los. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt wegen Bestechlichkeit. Auch in einer anderen Strasser-Causa ist die Staatsanwaltschaft aktiv – wegen Verdachts der Steuerhinterziehung. Zudem muss Strasser in Sachen Telekom am Mittwoch vor den U-Ausschuss (Für Strasser gilt die Unschuldsvermutung). Der KURIER hatte am Sonntag berichtet, dass er über seine Firma GP seine Feriendomizile zur Vermietung anbietet – und den Link www.badischl-mallorca.at dazugestellt. Wer am Sonntag auf diese Homepage gehen wollte, wurde enttäuscht. Sie war im „Wartungsmodus“.

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(kurier) Erstellt am
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