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Politik
12/05/2011

Messerstecher zurück in Nervenklinik

Der 25-Jährige konnte durch ein Fenster der Grazer Sigmund-Freud-Klinik fliehen. Nach einigen Stunden kehrte er freiwillig zurück.

Die Grazer Polizei fahndete am Sonntag nach einem 25-Jährigen, der Mitte September ein Pärchen mit einem Messer attackiert und einen 17 Jahre alten Burschen schwer verletzt hatte. Da der Mann offenbar psychische Probleme hat, wurde er damals in die Landesnervenklinik Sigmund Freud (LSF) gebracht. Sonntagmittag gelang ihm die Flucht, wenige Stunden später kehrte er jedoch selbst wieder zur Nervenklinik zurück.

Der 25-Jährige war in der LSF als geistig abnormer Rechtsbrecher im geschlossenen Bereich untergebracht. Die Flucht gelang ihm über ein Fenster im ersten Stock des Gebäudes. Er öffnete das versperrte Fenster auf noch unbekannte Weise, Spuren von Gewalteinwirkung waren nicht erkennbar. Danach stieg er durch das Fenster auf einen Mauersims und sprang aus einer Höhe von etwa sechs Metern in eine Wiese.

Ohne Reue

Der möglicherweise psychisch kranke Mann hatte nach seiner Festnahme gegenüber Kriminalisten angegeben, er habe das ihm unbekannte Mädchen "aus der Gewalt ihres Freundes" retten wollen. Er hat den Schüler durch drei Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Erst nach zwei Operationen war der Jugendliche außer Gefahr. Aufgrund der genauen Beschreibung hatte die Polizei den Verdächtigen rund zwei Tage nach der Tat ausgeforscht. Die 16-jährige Freundin des Opfers war damals unverletzt geblieben. Bedauern über seine Tat habe der mutmaßliche Täter nicht geäußert, so ein Kriminalist.

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