Schule: Die Zeit drängt

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Politik
05/09/2012

Liebe und Zwang

Die Griechen müssen zu ihrer Verantwortung stehen. Im Zweifel unter Druck.

von Helmut Brandstätter

Das Zitat aus dem Johannes-Evangelium kann man immer wieder verwenden: "Die Wahrheit wird euch frei machen." Also war es richtig, dass der Vorsitzende des Staatsschuldenausschusses, Bernhard Felderer, heute klargemacht hat, wie viel unsere Kredite für die Griechen wert sind, nämlich genau gar nichts.

Das ist aber erst recht ein Grund, sich um Griechenland zu kümmern. Wenn der Chef der griechischen Radikallinken, Alexis Tsipras, lässig erklärt, er fühle sich nicht an Zusagen der früheren Regierung zur Rückzahlung von Krediten gebunden, dann soll er einmal Nachhilfe im Völkerrecht nehmen. Natürlich sind internationale Verträge auch nach einem Regierungswechsel gültig. Und wenn Herr Tsipras sich wünscht, dass sein Land den Euro behält, dann wird er das mit der EU und seinen Gläubigern besprechen müssen.

Griechenland hat sich durch gefälschte Zahlen in die Euro-Zone geschummelt. Schlimm genug. Ein Austritt oder Hinauswurf würde jetzt allen Beteiligten schaden. Also muss Griechenland mit der EU und dem Währungsfonds an einer gemeinsamen Lösung arbeiten. Im Zweifel hilft nur deutlicher Zwang der europäischen Gemeinschaft. Uns und den Griechen zuliebe.

 

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