Politik 05.12.2011

Jugendkriminalität nimmt ab

Laut Statistik ist die Zahl der Jugendlichen, die eine Straftat begangen haben, rückläufig.

Unsere Jugendlichen werden immer krimineller." Das ist eine Behauptung, die besonders gerne in politischen Diskussionen getroffen wird. Allerdings lässt sich dies anhand von Zahlen nicht so leicht untermauern - im Gegenteil. Laut polizeilicher Kriminalstatistik ist die Anzahl der (ausgeforschten) Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, die ein Strafdelikt begangen haben, in den vergangenen Jahren wieder rückläufig: Waren es österreichweit im Jahr 2008 noch 35.912 (ein Höchststand), so lag die Zahl 2010 bei 29.306. Auch bei den Zehn- bis 14-Jährigen (noch nicht strafmündig) sind die Zahlen im selben Zeitraum von 6913 auf 5736 gesunken.

Die häufigsten Delikte

Zu den häufigsten von Jugendlichen gesetzten Delikten zählen Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, einfache Diebstähle sowie Einbruchsdiebstähle (in diesen Bereich fällt der aufgebrochene Automat ebenso wie ein Wohnungseinbruch). In letzterer Sparte wurden etwa im Vorjahr 3388 Jugendliche (14 bis 18 Jahre) ausgeforscht (2008: 4971). Jugendliche Wohnungseinbrecher sind eher eine Seltenheit: In Wien wurden heuer (Jänner bis September) 39 erwischt, im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 28. Bei den Raubdelikten (vielfach Handyraub) wurden in Wien heuer in den ersten drei Quartalen 235 Täter erwischt, im selben Zeitraum 2010 waren es 339.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011