Was Kern auf Straches Aschermittwoch-Rede antwortet

Landesparteitag der Wiener SPÖ
Foto: KURIER/Gerhard Deutsch .

Freiheitliche seien eher "Deutsch und treu in Not und Tod" als österreichische Patrioten, sagte der ehemalige Kanzler.

SPÖ-Chef Christian Kern schießt nach der Aschermittwochs-Rede von Vizekanzler FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zurück: Statt einem "rot-weiß-rotem Schnellzug" ortete Kern in einem Facebook-Video eher eine "qualmende Dampflok", sei doch bis heute noch keine einzige inhaltliche Gesetzesvorlage von der Regierung ans Parlament geleitet worden.

Straches "Rundumschlag gegen Medien und Journalisten" und die "massiven Einschüchterungsversuche" folgten der Strategie, sich dann immer gerne hinterher als Opfer darzustellen, kritisierte Kern. In Wahrheit versuche die FPÖ den Staat umzubauen und "insbesondere auch die Pressefreiheit zu schwächen". Die SPÖ wolle nicht, "dass Österreich in Richtung 'Orbanisierung' geführt wird".

Rot-weiß-roten Patriotismus könne man der FPÖ auch nicht abnehmen, seien doch wichtige Vertreter der Partei schlagende Burschenschafter mit "Deutsch und treu in Not und Tod" als Lebensmotto. "Ich frage mich schon die ganze Zeit, ob Sie eigentlich bei den olympischen Spielen Österreich oder Deutschland die Daumen drücken", meint Kern in seinem Facebook-Beitrag.

Als Vizekanzler solle Strache persönliche Beleidigungen etwas zurückstellen, das würde der politischen Kultur im Land guttun, befand Kern. Der FPÖ-Chef hatte Kern in seiner Aschermittwochs-Rede etwa "Prinzessin auf der roten Erbse" genannt.

(apa / tsc) Erstellt am
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