Politik | Inland 09.03.2013

SP-Jugend-Chefs sollen ins Parlament

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Kandidatenliste: SJ-Obmann und Junge-Generation-Vorsitzende für Nationalrat im Gespräch.

Staatssekretär Sebastian Kurz dürfte sein Jugendmonopol verlieren. Die ÖVP plant mit dem Chef ihrer Jugendorganisation einen Vorzugsstimmenwahlkampf.

Katharina Kucharowits
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Nun weht auch in der SPÖ ein frischer Wind. Die SPÖ will bei der Nationalratswahl im Herbst die Obleute ihrer Jugendorganisationen ins Parlament bringen. Der Chef der Sozialistischen Jugend, Wolfgang Moitzi, soll auf der Wahlkreisliste Obersteiermark einen Fixplatz bekommen. Dadurch könnte Elisabeth Hakel, derzeit Abgeordnete des Bezirks Liezen, ihr Mandat verlieren. Allerdings könnte sie auf der Landesliste „abgesichert“ werden, wobei die „Absicherung“ mit den neuen, vergrößerten Wahlkreisen in der Steiermark relativ ist. Es wird künftig mehr Grundmandate und weniger Restplätze auf der Landesliste geben (für die SPÖ maximal einen). Im Gespräch fürs Parlament ist auch die Chefin der Jungen Generation, Katharina Kucharowits. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos hält große Stücke auf sie.

Bereits in den kommenden Wochen kündigt sich eine Rochade an: Statt Gerhard Köfer, den zum Team Stronach gewechselten Ex-SPÖ-Abgeordneten und Landesrat in spe, könnte EU-Sprecherin Christine Muttonen das Kärntner Mandat annehmen. Dadurch würde ein Platz auf der Bundesliste frei. Dieses Mandat könnte an Konsumentensprecher Johann Maier gehen, der ansonsten dem in den Nationalrat zurückkehrenden Darabos weichen müsste.

Erstellt am 09.03.2013