Politik | Inland
08.08.2017

Wahlbeisitzer können jetzt online lernen

Das Innenministerium hat ein E-Learning-Tool ins Netz gestellt, um Wahlbeisitzer diesmal besser als bei der Präsidentschaftswahl über die Wahlordnung zu informieren.

Das Innenministerium hat seine Lehren aus den Pannen bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr gezogen: Um Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Nationalratswahl zu vermeiden, wurde nun ein Leitfaden mitsamt E-Learning-Tool für Wahlbeisitzer erstellt. In diesem nun kürzlich online gegangenen Lern-Programm gilt es erst, sich in mehreren Lektionen – etwa "Wahlschluss und Auszählung" – die genauen Regeln für die Wahl einzuprägen.

In den Lektionen erfahren die Wahlbeisitzer unter anderem, wie Vorzugsstimmen zu zählen sind („Kreuzerl sticht Vorzugsstimme“), dass es eine Amtsverschwiegenheit gibt und welche Stimmen als ungültig zu werten sind. Zu finden ist das Tool auf www.bmi-elearning.at.

Zwei Stunden

Am Ende jedes Kapitels wird das Wissen in einem Test abgefragt – wer weniger als drei Viertel der Fragen richtig hat, bekommt die Meldung auf den Schirm, dass der Test aufgrund des dürftigen Ergebnisses bitte wiederholt werden müsse. Schnelle Beisitzer können das E-Learning-Programm des Innenministeriums in rund zwei Stunden bewältigen.

"Verpflichtend", erklärt ein Ministeriumssprecher, ist das E-Learning Programm "freilich nicht". Man gehe im Innenressort allerdings davon aus, dass es "gut angenommen wird".

Laut dem Ressortsprecher dürften mehr als 50.000 Wahlbeisitzer notwendig sein, um bei der Nationalratswahl in voller Beisitzerbesetzung agieren zu können. Zu nominieren sind die Beisitzer von den Parteien - es gilt jedoch als nicht sehr wahrscheinlich, dass tatsächlich 50.000 Wahlbeisitzer gefunden werden können.