Kurz: "Werde von vorne bis hinten mit Dreck beworfen"

OSZE - PK "RADIKALISIERUNG UND GEWALTSAMER EXTREMI
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER ÖVP-Chef Sebastian Kurz

ÖVP-Chef Sebastian Kurz geht in einem Facebook-Video nicht auf die jüngsten Vorwürfe rund um den Silberstein-Mitarbeiter Peter Puller ein und will den Fokus wieder auf die Kampagnenführung von Tal Silberstein lenken.

Während SPÖ-Chef Christian Kern zuletzt auf seinem Facebook-Account allein vor die Kamera trat, ließ sich ÖVP-Chef Sebastian Kurz heute live auf Facebook von seinem Kampagnensprecher Peter L. Eppinger interviewen, um Userfragen zu beantworten. Zunächst fragt Eppinger aber selbst, "was viele vielleicht interessiert: Wie geht es dir eigentlich so?" Eppinger spricht damit die Turbulenzen der letzten Tage an, mit schweren Gegenvorwürfen an die Adresse der ÖVP in der Causa Silberstein.

Kurz versucht in seiner Antwort den Fokus wieder auf Silbersteins Schmutzkübel-Seiten zu lenken. Man habe seit einem halben Jahr gewarnt, dass hier ein "Weltmeister des Dirty Campainings" von der SPÖ nach Österreich geholt worden sei. "Es gibt einfach Menschen, die skrupellos sind. Tal Silberstein ist sicherlich einer der besten und teuersten, die man weltweit anmieten kann," sagt Kurz. Was ihn am meisten ärgere sei, "dass man sich gefallen lassen muss, dass man von vorne bis hinten mit Dreck beworfen wird". Er wolle sich aber davon nicht beeindrucken lassen und seinen Weg weitergehen.

Nicht auf Vorwürfe eingegangen

Auf die jüngsten Vorwürfe gegen seine Partei und einzelne Rücktrittsforderungen geht Kurz nicht ein und beantwortet danach Fragen zu inhaltlichen Themen.

Der Nationalratswahlkampf hatte am Freitag neue Tiefen erreicht. Nachdem nun ein enger Mitarbeiter von Kurz quasi der Anleitung zur Spionage bei der SPÖ beschuldigt wird, muss sich die Justiz auf unterschiedlichen Ebenen mit der "Dirty Campaigning"-Causa auseinandersetzen. Sowohl SPÖ als auch ÖVP kündigten am Freitag nämlich Sachverhaltsdarstellungen an.

(KURIER / tem) Erstellt am
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