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12.10.2017

Elefantenrunde im ORF: Letzte Chance vorbei

Claudia Reiterer und Tarek Leitner baten zur abschließenden Diskussionsrunde.

Der Reigen der TV-Konfrontationen ging mit einer Elefantenrunde zu Ende. Im ORF diskutierten Christian Kern (SPÖ), Sebastian Kurz (ÖVP), Heinz-Christian Strache (FPÖ), Ulrike Lunacek (Grüne) und Matthias Strolz (Neos) miteinander - Peter Pilz war zur Diskussion im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht eingeladen. Es war ihre letzte Chance, die verbliebenen Unentschlossenen auf ihre Seite zu ziehen. Wer hat Sie überzeugt?

Elefantenrunde im ORF: Letzte Chance vorbei

  • 20:00

    Ciao ciao, baba, gute Nacht. Sie hören, lesen, sehen uns am Sonntag wieder.

  • 19:59

    Gute Kandidaten, eine irrsinnig spannende Wahl wird das.

  • 19:58

    Es ist überstanden! Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Abend und wir tickern zwar jetzt keine Konfrontationen mehr, aber dafür dann wieder den ganzen Sonntag.

  • 19:56

    Sind schon in der Schlussphase.

    Kern bringt nochmal Kreisky, zu dem er in höchster Not am Ende des Wahlkampfs noch gefunden hat. Er will in einem" sozial gerechten Land Leben". "Nicht zu sehr den Ängsten und Sorgen und Angstmachern hinterherlaufen. Wenn jemand am Boden liegt ist es unsere gute Tradition, dem aufzuhelfen und nicht auf ihn einzutreten." Kern will nicht aufhören. Leitner schreitet ein. Und aus. Das war's. Schlusspfiff. Wir haben es geschafft nach 246 Livetickern. Wer hätte das gedacht?

  • 19:58

    Fazit der Koalitionsfrage:

    Kurz warnt vor rot-blau.

    Strache warnt vor rot-schwarz(türkis)/schwarz(türkis)-rot.

    Kern warnt vor schwarz-blau.

  • 19:52

    Bald ist es aus, dann noch drei Mal schlafen. Es gibt ein Leben nach dieser Wahl, merken Sie sich diese Worte.

  • 19:50

    Am Ende hohle Sätze statt konkrete Antworten. Kurz glaubt, dass es eine rot-blaue Koalition geben wird, das findet er "problematisch". Vor allem ist es eine taktische Aussage.

  • 19:48

    Gemeinsame Schule? Nein, sagt Strache, "wir brauchen ein differenziertes Schulsystem". Öffentliche Schulen seien so schlecht, dass viele Eltern sich gezwungen sähen, ihre Kinder in Privatschulen zu geben. Das Geld komme nicht bei den Schülern an. "Deutsch vor Schulantritt, noch immer nicht umgesetzt." Strache will noch etwas sagen, Reiterer unterbricht, Strache will weitermachen, er kämpft wie ein Löwe. Er darf fertigsprechen. "Lehre ist was ganz Wesentliches", sagt er. Nächstes Thema.

  • 19:46

    Lunacek will auch noch etwas hinzufügen: Es war sehr schwierig, die ÖVP dahin zu bewegen, dass es Modellregionen für eine gemeinsame Schule gibt. "Wir sind eh dagegen", ruft Kurz dazwischen. Der Zugang zu den Universitäten muss frei bleiben. Kurz will immer eigene Deutschkurse. Wenn Kinder im Kindergarten gemeinsam lernen, können die Kinder deutsch, sagt sie. 

  • 19:43

    Strolz habe viele gute Ideen präsentiert, sagt Kern, er teile vieles davon. "Wir werden investieren müssen." Beste Ausbildung, egal ob arm oder reich, soll es geben. Kern ist skeptisch ob das mit den Steuerpläönen von ÖVP und FPÖ geht. Habe den Taschenrechner wieder mal rausgeholt, sagt Kern.

    Ich würde jetzt gern mal diesen Taschenrechner sehen, so oft wie Kern den erwähnt, muss das ein tolles Teil sein.

    "Weg mit der Politik aus der Schule, das ist ein Elend, das haben wir Jahrzehnte probiert, es funktioniert einfach nicht", sagt Kern. "Bravo", sagt Strolz. Gibt echt nicht so viele Themen, wo die beiden einer Meinung sind.

  • 19:41

    Kurz will - kurz gesprochen - kein Kind zurücklassen. 

  • 19:34

    Bildung wird zu Koalitionsbildung. Oder so. Doch Bildung und Matthias Strolz. "Das ist mein Herzensthema". Bis zu 7000 Menschen steigen nach der Pflichtschule aus dem Bildungssystem aus, die sind Dauerkandidaten für das AMS. Den Schülern werde ständig gesagt, was sie nicht können, das muss umgedreht werden, Potenziale nicht Defizite. Lehrer soll der wichtigste Beruf des Landes werden. Der Kindergarten muss ins Bildungsministerium, die Parteibücher sollten dafür raus. Kurz habe darauf bestanden, dass die Landesschulbehörde unter der Aufsicht der Landeshauptleute stehen. Eine gemeinsame Schule, keine Teilung in zwei Töpfe. Der Meisterkurs soll gratis werden. 

  • 19:32

    Strache sagt, er habe das Glyphosat-Verbot schon lange gefordert. "Wir wollen kein Gift in unseren Lebensmitteln". Die FPÖ habe das erste Umweltprogramm einer Partei in Österreich gehabt. "Umweltschutz ist ja auch Heimatschutz", sagt Strache, interessanter Twist. "Horrorszenarien" müsse man aber ins richtige Licht rücken. Es habe immer schon Eiszeiten und Warmzeiten gegeben haben. Reiterer versucht die Verschwörungstheorien-Verbeitung zu beenden.

    Falls Sie eine/n Klimaforscher/in neben sich haben, nehmen Sie die Person bitte in den Arm.

  • 19:32

    Falls Sie auf ein Zwischenfazit von Chefredakteur Kaltenbrunner warten: Der hat mit den Worten "Des is fad" die Redaktion verlassen. (Wir müssen noch ein bisschen ausharren.)

  • 19:30

    Lunacek fragt: Was hat die Bundesregierung bislang getan? Wir sind Schlusslicht beim Co2-Ausstoß in Europa, sagt sie.

  • 19:29

    Ist im Klimaschutz genug passiert, wird Kurz gefragt. Kurz sagt, Österreich liege im Spitzenfeld bei grünen Unternehmen. "Das Internationale" sei ihm bis jetzt abgegangen. Man müsse auf die USA Druck machen, die sich vom Pariser Abkommen zurückgezogen haben. Man müsse den Leuten Danke sagen, die jetzt schon viel leisten.

    Wir halten fest: Kurz bleibt schwammig, hat keine einzige konkrete Maßnahme zum Klimaschutz genannt.

  • 19:25

    Kern: Wir brauchen große Pläne, der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen. Er will weniger Lobbyismus und mehr Energieeffizienz. Wir brauchen aggressivere Ziele, sagt er. Auch im Verkehr muss es eine Umstellung geben, wir haben sensationelle Betriebe beim Umstieg auf Elektroverkehr. Außerdem will er den Glyphosat-Bann.

  • 19:28

    Irgendwie recht wohltuend, mal Positionen zu einem neuen Thema in diesen TV-Runden zu hören. Ist freilich eh nur der Klimawandel und die letzte Runde vor der Wahl.

  • 19:24

    Strolz will "Allianzpartner" von Lunacek sein. Will aufkommensneutrale CO2-Steuer. Die Nova-soll abgeschafft werden, Erdgassteuer und weitere Steuern, stattdessen soll eine CO2-Steuer eingeführt werden. Die Schweden hätten das schon gemacht. Der Faktor Arbeit werde entlastet und es gebe Anreize, CO2-Ausstoß zu reduzieren. Wirtschaft und Umwelt seien vereinbar.

  • 19:21

    Es geht jetzt um den Klimaschutz, am Wort ist Ulrike Lunacek: Wir haben eine Erderwärmung von einem Grad, bei zwei Grad hat das "Katastrophen zur Folge, die wir nicht kennen". Die Folge: Eine komplette Zerstörung der Erde. Können wir das auf konkrete Maßnahmen herunterbrechen, fragt Reiterer? Sie will eine Zweckförderung für thermische Sanierung. Es ist auch nötig, aus dem Diesel auszusteigen.