Politik | Inland 28.01.2013

VP-Kritik an Stronach: "Baustellen hinterlassen"

VP contra Stronach: Im Magna Racino nur 4 statt 136 Jobs © Bild: APA/ROBERT JAEGER

Stronachs Projekt Magna Racino wird vor der NÖ-Wahl von der Volkspartei zerpflückt.

Petra Bohuslav ist eigentlich eine Politikerin der leisen Töne. Doch in Niederösterreich wird am 3. März gewählt und die ÖVP kämpft um den Erhalt der absoluten Mehrheit. Dazu kommt noch, dass Frank Stronach, Spitzenkandidat des Team Stronach, den Landeschef scharf kritisierte. Erwin Pröll könne nicht wirtschaften, war eine der Aussagen des Milliardärs, der in dem blau-gelben Bundesland um Stimmen kämpft.

Am Montag erfolgte der Konter der ÖVP-Wirtschaftslandesrätin, die den Polit-Konkurrenten als „Söldnertruppe“ bezeichnete. Bohuslav warf Stronach vor, dass er – ungeachtet seiner Erfolge mit dem Magna-Konzern – nur „Baustellen“ hinterlassen habe. So sollte das „Magna Racino“ in Ebreichsdorf, NÖ, das modernste Rennbahn- und Eventcenter Europas werden. Laut Businessplan, aus dem die Politikerin zitierte, mit 60 Renntagen pro Jahr, 364 Betriebstagen und 136 Arbeitsplätzen. Davon sei allerdings keine Rede mehr. Heute gebe es stattdessen zehn Renntage und vier Jobs in Ebreichsdorf, in acht Jahren seien acht Geschäftsführer „verbraucht“ worden, so Bohuslav, die weiters das nicht realisierte Stadion-Projekt in Wiener Neustadt erwähnte.

Es dauerte nicht lange, bis das Team Stronach aus vollen Rohren zurückschoss. „Frau Bohuslav soll nicht mit Zahlen über Unternehmen, die sie nichts angehen, vom Finanzdebakel des Landes NÖ, für das sie maßgeblich mitverantwortlich ist, ablenken“, sagte Stronach-Pressesprecher Walter Rettenmoser. Frank Stronach stelle sein eigenes Geld für Niederösterreich zur Verfügung, und er habe in dem Bundesland Hunderte Millionen Euro erfolgreich investiert, betonte Rettenmoser.

Erstellt am 28.01.2013