Wie es die NEOS mit der FPÖ halten

PK NEOS "STELLUNGNAHME UND ANALYSE DER EU-WAHL": M
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER Angelika Mlinar und Matthias Strolz (Bild von 2014)

Mlinar winkt ab, während Parteichef Strolz "Zusammenarbeit" mit der FPÖ in den Raum gestellt hat. Die NEOS suchen heute nach einem Wahlprogramm. Gerüchte um Irmgard Griss bestätigten sich nicht.

Während die Grünen auf der Suche nach einer neuen Parteiführung sind, wollen sich die NEOS bereits auf die vorgezogene Nationalratswahl vorbereiten. Der erweiterte Vorstand tritt Freitagnachmittag zusammen, um über den Fahrplan bis zum 15. Oktober zu beraten. Über mögliche Allianzen und Kandidaten werde aber noch nicht entschieden.

Vorerst wollen sich die NEOS nur einen Überblick verschaffen, wie man die Zeit bis zur Nationalratswahl nützt. Ausgehen kann man davon, dass die Themen Bildung, Wirtschaft und Steuern auch im Wahlkampf weiter hochgehalten werden. Weiter gehen soll es dann in einen umfangreichen Vorwahlprozess, bei dem die Kandidatenliste erstellt wird.

Noch keine Entscheidung über Griss-Kandidatur

Dass Avancen des designierten ÖVP-Obmannes Sebastian Kurz - er hatte Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn kontaktiert - ausgiebig im erweiterten Vorstand behandelt werden könnten, dementierte man bei den NEOS. Auch Gerüchte, dass sich die einstige Präsidentschaftskandidatin und NEOS-Sympathisantin Irmgard Griss für eine Kandidatur auf der Liste Kurz entschieden habe, wie die Wiener Zeitung berichtet hatte, wurden nicht bestätigt. Auf KURIER-Anfrage bei Griss selbst sagte die ehemalige Höchstrichterin: "Das ist völlig frei erfunden."

Formen der Zusammenarbeit

Keine Aufweichung der ablehnenden Haltung von NEOS zu einer allfälligen Koalition mit der FPÖ sieht die liberale EU-Abgeordnete Angelika Mlinar. NEOS-Chef Matthias Strolz hatte zu Wochenbeginn in der "ZIB 2" des ORF allerdings eine Kooperation mit den Freiheitlichen nicht mehr gänzlich ausgeschlossen.

Strolz hatte erklärt, er wünsche sich eine "völlig neue" und andere Form von Regierung. Dabei sollte es über 25 Leuchtturmprojekte ein Spiel "zwischen allen parlamentarischen Kräften geben. Das gibt's in anderen Ländern. Dieses Modell will ich auch für Österreich. Da wird es hoffentlich auch eine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen geben, natürlich", so Strolz.

Mlinar: "Keine Koalition mit der FPÖ"

Mlinar hatte dazu auf Anfrage der APA zu möglichen Koalitionspartnern der NEOS erklärt, dass "wir grundsätzlich bis auf die FPÖ" offen seien. Es gehe immer um Sachthemen und darum, mit welchen Parteien man Mehrheiten bilden könne. Also keine Aufweichung der ablehnenden Haltung von NEOS gegenüber der FPÖ? - Mlinar: "Es bleibt dabei. Keine Koalition mit der FPÖ".

Strolz hatte zu Wochenbeginn in der "ZIB 2" FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache direkt angesprochen. Strache könne "bestätigen, dass ich zwei Mal auf Sie (Strache, Anm.) zugekommen bin, wir müssen uns zusammensetzen, um die Gemeinsamkeiten" zu bereden. "Wir haben noch keinen Termin gefunden. Der ewig Ausgegrenzte findet keinen Termin, das hat mich gewundert und gestört", so Strolz ironisch zu Strache.

(APA/KURIER / tem/ida) Erstellt am
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