Politik | Inland
02.02.2018

Van der Bellen: Antisemitismus "im Keim ersticken"

Bundespräsident Van der Bellen begrüßt den Schritt des FP-Politikers Udo Landbauer, sich aus allen politischen Ämtern zurückzuziehen.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich positiv über den Rückzug des niederösterreichischen FPÖ-Politikers Udo Landbauer geäußert. Landbauer habe "damit ein Stück Verantwortung wahrgenommen, im Interesse von ganz Österreich", sagte Van der Bellen am Donnerstagabend in der ZiB 2.

>>> So kam es zum Landbauer-Aus

Van der Bellen hatte als einer der Ersten den Rückzug Landbauers im Zuge der Affäre um antisemitische und rassistische Texte in einem Liederbuch der Burschenschaft Germania gefordert. Trete er nicht zurück, "dann hat die FPÖ ein Problem", sagte der Bundespräsident unter anderem.

Antisemitismus "im Keim ersticken"

In der ZiB 2 sagte der Van der Bellen am Donnerstag nun, dass die Causa um das Liederbuch "weit über eine Burschenschaft oder einen Landtagswahlkampf hinaus" gehe. Es sei wichtig, sich daran zu erinnern, "wie es begonnen hat".

NS-Konzentrationslager wie Auschwitz seien "nicht vom Himmel gefallen". Es gelte, den Antisemitismus "im Keim zu ersticken". In Fällen wie aktuell dem des NS-Liederbuchs "sind wir alle gefordert, solche Dinge zu bemerken und nicht einfach hinzunehmen".

Neben seiner Mitgliedschaften bei der FPÖ und bei der Germania hat Landbauer am Donnerstag auch alle seine politischen Ämter ruhend gestellt.