Margit und Heinz Fischer unterm Weihnachtsbaum in der Hofburg: Der Bundespräsident verbringt den Heiligen Abend mit seiner Frau in der Josefstädter Wohnung. Am Christtag ist in Mürzsteg Familienfest mit den Enkelkindern angesagt

© APA/ORF/ORF/MILENKO BADZIC

Politik von innen
12/21/2014

Unsere Politiker feiern bescheiden

Weihnachtstraditionen: Familie und bodenständiges Essen sind in Politiker-Haushalten großgeschrieben.

von Daniela Kittner

Der letzte offizielle Auftritt ist wie immer die Spenden-Gala Licht ins Dunkel. Dann zieht sich Bundespräsident Heinz Fischer mit seiner Frau Margit in die Wohnung in der Josefstadt zurück und verbringt dort mit ihr den Heiligen Abend. Am Christtag trifft sich die Familie – Kinder und drei Enkelkinder – in der Urlaubsresidenz des Bundespräsidenten in Mürzsteg.

Kanzler Werner Faymann geht nach Licht ins Dunkel mit seiner Tochter Flora in die Kindermette. Für das Abendessen wird gemeinsam mit Faymanns Mutter gekocht – ganz nach der Familientradition gibt es auch heuer Fisch mit Erdäpfel-Vogerlsalat.

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner verbringt Weihnachten zu Hause in Helfenberg im Mühlviertel. Die Bescherung findet im Hause Mitterlehner am frühen Abend statt, danach das gemeinsame Essen mit der Familie und der Besuch der Christmette. Seine Freizeit verbringt der Vizekanzler gern mit Eisstockschießen und Tarockieren.

Bei Innenministerin Johanna Mikl-Leitner ist zu Weihnachten ein Großevent angesagt. Zehn Erwachsene und fünf Kinder zwischen acht und 20, eine nigerianische und eine ukrainische Freundin der Ministerin, ihre Schwestern mit Familien – eine Stille Nacht ist der Heilige Abend nicht. Die Ministerin genießt das. "Meine größte Freude zu Weihnachten ist, Zeit für die Familie, für meine Kinder Anna und Larissa zu haben", sagt Mikl-Leitner. Die Ministerin kocht selbst – Karpfen für alle. Die Salate werden von den Gästen beigesteuert. "Wir sitzen um den Christbaum, singen Weihnachtslieder, und es ist total schön", schwärmt Mikl-Leitner.

Mikl-Leitners Koordinierungs-Zwilling in der Koalition, Josef Ostermayer,feiert den Heiligen Abend mit Familie, Mutter und Schwester in Wien, am Christtag trifft sich die gesamte Familie in Schattendorf im Burgenland. Geschenkt werden im Hause des Kulturministers ausschließlich Bücher.

Außenminister Sebastian Kurz geht nach einem Weihnachtsfest im Familienkreis drei Tage Ski fahren.

Für Verteidigungsminister Gerald Klug ist Weihnachten heuer etwas ganz Besonderes: es ist der erste Heilige Abend mit seiner Tochter Louisa. Der Minister schmückt den Baum in den Farben Rot, Blau und Gold und kocht die Vorspeisen.

Auf ein besonderes Weihnachtsfest freut sich auch Justizminister Wolfgang Brandstetter.Seine in den USA lebende Tochter kommt mit ihrem amerikanischen Ehemann zu Besuch. Es gibt österreichische Spezialitäten: Waldviertler Weihnachtskarpfen, Wiener Tafelspitz mit Semmelkren und Waldviertler Lebkuchen und Mohnspezialitäten. Brandstetter: "Ich befürchte, dass ich wieder nichts abnehmen werde, und meinem Schwiegersohn wird nach seiner Rückkehr das amerikanische Essen nicht mehr schmecken. Aber das nehmen wir in Kauf." Als spezielles Geschenk für Schwiegersohn Jaan hat Brandstetter eine Oldtimer-Ausfahrt mit einem Ford Thunderbird, Baujahr 1964, geplant, sofern es das Wetter erlaubt.

Umweltminister Andrä Rupprechter verbringt Weihnachten mit Frau und Kindern in Alpbach in Tirol, der Heimat seiner Frau.

In der Regierung gibt es zwei Hobbyköche. Einer ist Finanzminister Hans Jörg Schelling. Er wird zu Weihnachten aufkochen, das Menü darf sich die Familie wünschen. Dafür gibt’s keine Geschenke – Schelling hat seit zwanzig Jahren mit seiner Frau eine Vereinbarung getroffen, auf Geschenke zu verzichten.

Hobbyköchin ist auch Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Sie verwöhnt ihren Mann, ihre Mutter und Schwiegermutter heuer mit Roastbeef, marinierter Forelle und Kaninchenrücken auf Erbsencreme.

Franziska, die Amerika-affine Tochter von Sabine Oberhauser, hat heuer befunden, es müsse Truthahn auf den Tisch kommen. Also wurde ein Bio-Truthahn aus Oberösterreich bestellt, den der Ehemann der Gesundheitsministerin, Gerold Oberhauser, grillen wird. Die Tochter steuert Cornbread und Brownies zum Menü bei, die Mutter Rotkraut und Erdäpfel-Vogerl-Salat. Bei Oberhausers wird viel geschenkt. "Ich liebe es, andere zu beschenken. Ich werde auch selbst gern überrascht", sagt die Ministerin.

Silvester wird das Ehepaar Oberhauser wie schon seit 13 Jahren auf der Flattnitz in Kärnten verbringen. Dort wird mit Freunden und Bekannten bei traditionellem Sauschädel mit Kren das Neue Jahr gefeiert.

Die Gesundheitsministerin gibt für die Feiertage Schlemmer-Entwarnung: "Wichtig ist nicht, was man zwischen Weihnachten und Silvester isst. Wichtig ist, wie man sich zwischen Silvester und Weihnachten ernährt."

In diesem Sinne: Fröhliches Feiern!

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