Ungarische Neonazis planen Österreich-Tour

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Foto: AP Vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg sichergestelltes Propagandamaterial der verbotenen rechtsextremistischen Vereinigung "Blood and Honour" aus dem Jahr 2006.

Ziel der Ausfahrt sind Orte in Österreich und Deutschland mit NS-Bezug.

In den kommenden Tagen soll die ungarische Sektion des internationalen Neonazi-Netzwerks "Blood & Honour" eine Rundfahrt durch Österreich und Bayern starten, bei der Orte mit NS-Bezug besucht werden. Darauf haben das Bündnis "braunau gegen rechts" und der KZ-Verband/VdA Oberösterreich am Montag erneut aufmerksam gemacht. Sie verlangen, dass die Behörden die braune "Kaffeefahrt" verhindern.

Die Tour von 13. bis 16. August soll gleich am ersten Tag in die Akademie der Bildenden Künste in Wien, die Adolf Hitler nicht aufgenommen hat, führen. Zudem sei ein Besuch des Militärmuseums Sonntagberg (Niederösterreich) und ein "Abendspaziergang" in der Hitler-Geburtsstadt Braunau geplant. In Deutschland sollen Landshut, Nürnberg, München und Berchtesgaden angesteuert werden.

Weltweit agierendes Netzwerk

"braunau gegen rechts" und der KZ-Verband fordern die Behörden auf, die Durchreise des "als besonders gefährlich eingestuften und in Deutschland längst verbotenen Neonazi-Netzwerks" zu verhindern. "Auf das Konto des weltweit agierenden 'Blood & Honour'-Netzwerks gehen Morde, Anschläge und Überfälle. Mit 'Combat 18' verfügen die Neonazis sogar über einen bewaffneten Arm", warnt "braunau gegen rechts"-Sprecher Raffael Schöberl.

Die Worte "Blut und Ehre" wurden u.a. in der Hitlerjugend verwendet.

(Kurier/apa / AND) Erstellt am
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