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VP-Kandidat und SP-Kandidat gleichauf
02/14/2016

Umfrage: Van der Bellen voran, Khol holt auf

Nur der Grün-Kandidat kann sich absetzen, dahinter sind alle weitgehend gleichauf.

von Bernhard Gaul

"Alexander Van der Bellen hat derzeit sehr gute Chancen, in eine Stichwahl zu kommen, auch wenn er im Vergleich zu den Jänner-Umfragen etwas schwächer ist. Alle anderen Kandidaten haben weitgehend eine gleiche Verteilung der Stimmen, es ist offen", erläutert Rudolf Bretschneider die neueste GFK-Umfrage zur Bundespräsidentenwahl, die dem KURIER vorliegt.

In zehn Wochen, am 24. April, wird gewählt. Noch gebe es einen großen Anteil an unentschlossenen Wählern. Ersten Trends seien aber erkennbar, sagt Demoskop Brettschneider.

So habe Hundstorfer einen schwachen Start gehabt, seit seiner Nominierung lege er in der Wählergunst aber leicht zu. Der SPÖ-Kandidat habe den hohen Anteil jener SPÖ-Wähler, die Van der Bellen in Betracht ziehen, "spürbar" reduzieren können.

Hundstorfer käme laut Umfrage wie ÖVP-Mann Andreas Khol auf rund 19 bis 20 Prozent, sagt Brettschneider. Für Khol habe sich die Situation etwas gebessert: "Kohl ist ja mit einem gewissen Handicap gestartet, nicht zuletzt weil er anfangs nur gefragt wurde, ob er, nach der Absage von Erwin Pröll, zweite Wahl sei." Khol lag im Jänner deutlich hinter Van der Bellen und auch Irmgard Griss, jetzt sei er gleichauf mit Hundstorfer und vor Griss.

Die unabhängige Kandidatin Griss liege derzeit bei 18 bis 19 Prozent, sie habe im Vergleich zur Jänner-Umfrage verloren. Brettschneider glaubt, dass sie sich schwer tun werde, einen Wahlkampf in ganz Österreich mit unmittelbarem Bürgerkontakt zu führen, weil man dafür jemand vor Ort braucht, der alles organisiert.

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer ist nach Brettschneiders Umfrage derzeit mit rund 16 bis 17 Prozent leicht zurück. "Seine Werte sind aber deutlich besser als jene von zuvor genannten Kandidaten wie Josef Moser, Peter Fichtenbauer oder Ursula Stenzel. Hofers Handicap sei, dass viele FPÖ-Wähler bei der Bundespräsidentenwahl gar nicht wählen gehen wollen, zudem würden sich FPÖ-Wähler stärker auf andere Kandidaten verteilen als bei SP-, VP- und Grüne-Wählern.

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