Politik | Inland
22.11.2017

Umfrage: Österreicher stehen zu Sozialpartnern

Bei einer Umfrage sprachen sich 63 Prozent der Befragten gegen ein Ende der Kammer-Pflichtmitgliedschaft aus.

Die Österreicher stehen weiter zur Sozialpartnerschaft und sie sind tendenziell gegen eine Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft bei den Kammern. Das hat eine Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) unter 980 Österreichern ergeben, die am Mittwoch präsentiert wurde.

Dass es in Österreich das Modell der Sozialpartnerschaft gibt, halten zwei Drittel der Befragten für einen Vorteil, Wähler der SPÖ sogar zu 90 Prozent. Aber auch bei Sympathisanten der Volkspartei finden zwei Drittel die Sozialpartnerschaft gut, bei den FPÖ-Wählern immerhin auch noch 44 Prozent.

Schwächer sind die Ergebnisse, was die Lösungskompetenz der Sozialpartner angeht. Nur 43 Prozent sehen diese. Allerdings konnten oder wollten 37 Prozent keine Angabe zu der Frage machen, womit sich ein deutlich positiver Saldo ausgeht.

Ein Drittel sieht steigende Bedeutung

Die Zukunft der Sozialpartnerschaft halten die Österreicher offenbar auch unter Schwarz-Blau für gesichert. Ein Drittel der Befragten meint sogar, dass die Bedeutung in den kommenden Jahren steigen wird. 36 Prozent glauben, sie bleibt gleich und nur 14 Prozent gehen davon aus, dass sie abnimmt.

Gleich 63 Prozent hielten es für schlecht, wenn die Kammer-Pflichtmitgliedschaft fällt. Am ehesten akzeptiert würde dies bei FPÖ-Sympathisanten, wobei auch bei diesen mit 43 Prozent eine relative Mehrheit gegen das Aus für den Kammer-Zwang ist. Sollte die Pflichtmitgliedschaft dennoch abgeschafft werden, meinen 59 Prozent, dass die Sozialpartnerschaft Schaden nehmen würde.