U-Ausschuss: Was auf der Polit-Bühne passiert

Grasser
Foto: ap Auftritt: Grasser war schon in mehreren U-Ausschüssen zu Gast.

Der Auftritt von Ex-Minister Karl-Heinz Grasser ist einer der dramaturgischen Höhepunkte. Ein Blick hinter die Kulissen.

Wenn der ehemalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser am Dienstag ins Lokal VI des Parlaments kommt, erlebt der Untersuchungsausschuss einen seiner bisherigen Höhepunkte: Fotografen und Kamera-Teams werden sich im Foyer mit allen Mitteln um die besten Plätze balgen. Im Ausschuss selbst werden – wie bei den Einvernahmen von Peter Hochegger und Ernst Strasser – Journalisten am Boden sitzen, weil Sitzplätze Mangelware sind.

Und mit Grassers Anhörung beginnt kommende Woche im U-Ausschuss die politische Aufarbeitung des BUWOG-Komplexes – und damit eines, wenn nicht sogar des verworrensten Themenfelds, das die Parlamentarier bearbeiten. Grassers Auftritt, so viel ist sicher, wird eine Polit-Show: Eine Woche vor dem „Event“ haben TV-Stationen Live-Einstiege aus dem Parlament fixiert und geprobt. Auch Grasser selbst wird viel auf Theatralik und wenig auf Inhalt setzen – gegen ihn laufen Ermittlungen, er kann und wird sich bei heiklen Fragen auf sein Entschlagungsrecht berufen.

Duell

Ramprecht Foto: ap Anstoß: Ex-Mitarbeiter Ramprecht brachte die Causa ins Rollen.

Also alles halb so spannend? Mitnichten. Denn insbesondere das Aufeinandertreffen von Grasser und seinem einstigen Mitarbeiter Michael Ramprecht wird interessant. Ramprecht ist unmittelbar vor Grasser geladen – und er behauptet, der BUWOG-Verkauf sei geschoben worden („Das war ein abgekartetes Spiel“). Seit Jahren befehden einander Grasser und Ramprecht vor Gericht.

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(kurier) Erstellt am
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