Politik | Inland
15.04.2017

Terrorangst? Österreicher sind relativ cool

KURIER-OGM-Umfrage: Politik könnte dennoch mehr tun, um potenzielle Anschläge zu verhindern.

In Berlin, London und Stockholm gab es binnen weniger Wochen Terror-Attentate mitten in der Stadt, die auch Todesopfer forderten.

Wenn Sie in Österreich auf große Plätze und in Einkaufsstraßen gehen, haben Sie da Angst, dass auch bei uns solche Anschläge passieren können? Die Mehrheit sagt: Nein – und zwar zu 55 Prozent. Das zeigt eine aktuelle KURIER-OGM-Umfrage.

Im Gegenzug sind nur 36 Prozent der Ansicht, dass solche Anschläge auch bei uns passieren könnten. "Die Österreicher glauben eben immer noch, dass wir eine Insel der Seligen sind. Das kann natürlich sehr schnell kippen, sollte tatsächlich einmal etwas passieren", sagt OGM-Chef Wolfgang Bachmayer zum KURIER.

Interessant ist die unterschiedliche Verteilung der Terrorangst innerhalb der Wählerschaft: Die ängstlichsten Wähler, wenn man so will, finden sich bei der ÖVP und der FPÖ. Dort haben je 44 Prozent Angst vor Anschlägen in Österreich. Bei den Neos sagen hingegen 75 Prozent der Wähler: "Nein, es wird bei uns nichts passieren." Dennoch, und das ist nicht minder erstaunlich, wünschen sich die Österreicher, dass mehr zur Verhinderung potenzieller Anschläge getan werde. 35 Prozent der Befragten sagen, dass eben nicht genug getan werde, um Terror zu verhindern. Nur 29 Prozent sind der Ansicht, dass die Politik in der Terrorprävention bereits ausreichend tätig wurde. Nach Wählern betrachtet, sind vor allem die Grünen dieser Ansicht (51 Prozent). Bei den Freiheitlichen sagen im Gegensatz dazu nur 14 Prozent, dass die Politik schon genug unternommen hat, um mögliche Anschläge zu verhindern.