Politik | Inland 30.01.2013

Burschenschafter und eine Rotlicht-Größe

Tirol wählt am 28. April. Noch unklar ist, ob das Team Stronach antritt. Offenbar ist man mit dem Personal nicht ganz zufrieden.

Landtagswahl: „Wenn man eine neue Partei gründet, kommen Leute dazu, die nicht dabei sein sollen“, erklärte Frank Stronach im Puls4-Interview.

In Tirol sind Stronachs Leute keine Unbekannten: „Die Truppe, die bei Stronach untergekommen ist, waren der FPÖ zu rechts“, meint etwa Grünen-Landtagsabgeordneter Gebi Mair. Der Innsbrucker Spitzenkandidat Richard Tautscher sowie Schriftführer Fabio Gruber seien etwa nach einem Putschversuch aus der FPÖ ausgeschlossen worden. Zudem kommen beide von der schlagenden Burschenschaft Athesia. Nicht mehr FPÖ-Mitglied sind auch Teamkoordinator Alois Wechselberger und Finanzreferent Gerhard Glatz, die gemeinsam den umstrittenen Blog tirolerjournal.wordpress.com betreiben sollen. Darin wird etwa Verteidigungsminister Darabos mit dem Nazi-Vokabel „Wehrkraftzersetzer“ bedacht. Ein Bezirksobmann wiederum war seinerzeit Teilhaber an einem Erotik-Escortservice. Vom Vorwurf der Zuhälterei wurde er aber freigesprochen. Landesvorsitzender Hans-Peter Mayr machte sich 2006 bei der Nationalratswahl für einen EU-Austritt stark.

Stronach tut sich sehr schwer, ordentliches Personal zu finden“, meint SPÖ-Klubobmann Hans-Peter Bock. Ob Stronach an seiner Tiroler Truppe festhält, war gestern unklar.

( Kurier ) Erstellt am 30.01.2013