Die Studieneingangsphase (STEOP) wird ausgeweitet sowie vereinheitlicht.

© contrastwerkstatt - Fotolia

Hochschulen
09/27/2016

Studienjahr 2016/17 bringt viele Änderungen

Neue Lehrerausbildung. Änderung gibt es auch bei der Studienförderung: mehr Geld für Ältere.

Das am 1. Oktober startende Studienjahr 2016/17 bringt unter anderem den Start gemeinsamer Lehramtsstudien an Pädagogischen Hochschulen (PH) und Unis sowie eine Erhöhung der Studienförderung für ältere bzw. noch bei ihren Eltern wohnende Studenten. Außerdem tritt ein neues Karrieremodell für Jungwissenschafter in Kraft, das eine schnellere Überleitung in die Professorenkurie erlaubt.

PH kooperieren mit Unis

Die neue Lehrerausbildung sieht vor, dass alle Lehrer der allgemeinbildenden Fächer der Sekundarstufe (v.a. Neue Mittelschule/NMS, AHS, berufsbildende mittlere und höhere Schulen/BMHS) gemeinsam studieren. Bisher wurden AHS- und BMHS-Lehrer an den Unis ausgebildet, Pflichtschullehrer (neben NMS auch Polytechnische Schulen und Sonderschulen) hingegen an den PH. Im neuen System dürfen PH hingegen nur noch dann Studien für Sekundarstufenlehrer anbieten, wenn sie mit einer Uni kooperieren. Dadurch soll mehr Wissenschaftlichkeit in der Ausbildung sichergestellt werden.

Teil der neuen Ausbildung sind daher auch Kooperationen von Unis und PH in Clustern bzw. Verbünden. In der Praxis haben sich dafür vier Verbünde bzw. Cluster gebildet: Schon 2015 wurde der Verbund Süd-Ost gegründet (Steiermark, Kärnten, Burgenland). Im neuen Studienjahr gehen der Verbund West (Tirol, Vorarlberg), der Verbund Nord-Ost (Wien, NÖ) und die Clusterregion Mitte (Salzburg, Oberösterreich) an den Start.

Freiwilliges Soziales Jahr wird gleichgestellt

Änderung gibt es auch bei der Studienförderung: Beihilfenbezieher im Alter von über 27 Jahren bekommen einen monatlichen Zuschlag von 30 Euro, und das Ableisten eines Freiwilligen Sozialen Jahres wird beihilfenrechtlich dem Präsenz-und Zivildienst gleichgestellt. Außerdem entfällt die Verpflichtung zur Rückzahlung der Beihilfe wegen mangelnden Studienerfolges nach dem zweiten Semester, wenn später wieder ein günstiger Studienerfolg vorliegt.

Studieneingangsphase wird vereinheitlicht

Für eine weitere Umstellung fällt der Startschuss: Die Studieneingangsphase (STEOP) wird auf alle wissenschaftlichen Universitäten sowie gemeinsam von Kunst- und wissenschaftlichen Unis angebotene Studien ausgeweitet sowie vereinheitlicht. Bisher waren davon Studien mit Aufnahmsprüfung ausgenommen. Ausnahmen sind künftig durch Verordnungen der jeweiligen Rektorate nur für Medizin, Veterinärmedizin und Psychologie möglich. Allerdings gibt es für die STEOP-Neuregelung eine Übergangsfrist bis zum nächsten Studienjahr, von der unter anderem etwa die Unis Wien und Graz Gebrauch machen. Inhalt der STEOP ist ein Überblick über Inhalt und Ausrichtung des jeweiligen Studiums. Nur wer alle Prüfungen der Eingangsphase besteht, darf weiterstudieren.

ÖH-Wahl im Frühjahr 2017

Im Frühjahr 2017 bestimmen dann die Studenten über ihre Vertretung bis ins Jahr 2019. Die Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) finden im Mai oder Juni statt.

Jungwissenschaftler

Im Personalbereich treten Änderungen in Kraft, die Jungwissenschaftern eine durchgängige Karriere bis hin zur Professur ermöglichen soll. Dazu müssen Auswahlverfahren nach bestimmten Qualitätskriterien durchlaufen und anschließend eine sogenannte Qualifizierungsvereinbarung erfüllt werden. Anschließend steht ihnen der Weg in die Professorenkurie offen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.